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VonRedaktion

Rapid Recovery

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Bestmögliche Ergebnisse nach wenig traumatisierender Operation 

Vorbei die Zeiten, in denen man nach einer Hüftgelenks-OP erst langsam wieder laufen lernen musste. Heute stehen die Patienten bereits kurz nach dem Eingriff auf und können häufig noch am selben Tag voll belasten, denn Schmerzen haben sie auch ohne starke Medikamente praktisch nicht. Verantwortlich dafür ist eine ausgeklügelte Kombination aus muskelschonender OP und den Prinzipien des Rapid Recovery Programms, wie Dr. Manfred Krieger von der Chirurgie Rhein-Main in Wiesbaden erläutert. weiterlesen

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Beidseitige Knie- und Hüftprothese in nur einer OP-Sitzung

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Nur ein Krankenhausaufenthalt nötig

Der Ersatz von Hüft- und Kniegelenken gilt heute als Standardoperation. Dennoch bringt er für Betroffene eine längere Auszeit mit sich. Und bei nicht wenigen gleich doppelt, denn viele Patienten benötigen über kurz oder lang ein neues Gelenk auf beiden Seiten. Was aber noch vor wenigen Jahren kaum denkbar schien, ist jetzt Realität: In der ORTHOPARC Klinik in Köln-Junkersdorf ersetzt Chefarzt Prof. Joachim Schmidt seinen Patienten beide Gelenke in nur einer OP-Sitzung. 

Herr Prof. Schmidt, warum operiert man erst jetzt beidseitig?

Prof. Schmidt: Den großen Durchbruch haben sicherlich die modernen minimalinvasiven Operationsmethoden gebracht, die sich ja inzwischen auf breiter Front durchsetzen. Noch vor etwa 20 Jahren war die Traumatisierung des Patienten durch einen prothetischen Eingriff so hoch, dass man einen gleichzeitigen Gelenkersatz auf beiden Seiten als zu risikoreich einschätzte, insbesondere wegen des unter Umständen hohen Blutverlustes. Dies hat sich heute jedoch grundlegend geändert – so gibt es etwa die früher beinahe obligatorische Eigenblutspende vor der Operation nur noch in Ausnahmefällen. Zur Verdeutlichung: Bei einem Hüfteingriff in der ORTHOPARC Klinik verliert der Patient heute in der Regel weniger als halb so viel Blut wie bei einer freiwilligen Blutspende. Aber auch die Verletzung von Weichteilgewebe bei der OP ist heute so minimal, dass die Belastung für den Patienten viel geringer ist.

Hüftgelenke operieren Sie mit dem schonenden ASI-Zugang. Worin liegt der Unterschied zu früheren Verfahren?

Prof. Schmidt: Der ASI-Zugang erfolgt wie andere bekannte minimalinvasive Zugänge auch von seitlich vorn. Dabei wird keinerlei Muskulatur verletzt, denn man arbeitet nach einem Hautschnitt durch natürliche Muskellücken hindurch. So lassen sich sowohl die Hüftpfanne als auch die Prothese besonders schonend einbringen – nach der Operation schließt sich der beiseitegeschobene Weichteilmantel einfach wieder über der Hüfte. Der Patient behält also praktisch seine gesamte Muskelkraft, die früher nach einer langwierigen Heilung wieder mühsam antrainiert werden musste. Gegenüber anderen Methoden hat der ASI-Zugang darüber hinaus den Vorteil, dass man keine Extensionsapparatur für das operierte Bein benötigt, sondern nur einen speziellen OP-Tisch.

Lassen sich Kniegelenke genauso sicher und zuverlässig in einer Sitzung operieren wie Hüften?

Prof. Schmidt: Bei den Kniegelenken kann die Vorgehensweise ihre Vorteile vielleicht sogar noch besser ausspielen, denn anders als bei der Hüfte ist keine Umlagerung des Patienten für die Operation der zweiten Seite notwendig. Auch hier wenden wir neueste OP-Techniken wie etwa mehrschichtige Gewebenähte an, die für eine möglichst schnelle Heilung sorgen, und eine Anästhesie und Schmerztherapie, die nach der OP eine sehr schnelle Mobilisierung erlauben. Unabhängig vom operierten Gelenk stehen unsere Patienten bereits nach Stunden auf und können sofort voll belasten. Wir verfahren von der ersten Untersuchung bis zur Entlassung nach Hause nach den bewährten, in der ORTHOPARC Klinik seit Jahren angewandten Behandlungsprinzipien des Rapid Recovery Programms, die eine schnelle Genesung und Rehabilitation sicherstellen. Alle Behandlungsschritte werden dabei so aufeinander abgestimmt, dass das bestmögliche Behandlungsergebnis erzielt wird.

Kommen eigentlich alle Patienten für eine beidseitige OP in Frage?

Prof. Schmidt: Grundsätzlich operieren wir keine „Röntgenbilder“ – einen prophylaktischen Gelenkersatz der zweiten Seite ohne entsprechende klinische Krankheitszeichen lehnen wir aus guten Gründen ab. Auch Patienten mit Vorerkrankungen oder reduziertem Allgemeinzustand würden wir nicht beidseitig in einer Sitzung operieren. Als Faustregel kann hier gelten, dass nur Patienten infrage kommen, welche nach den von der ASA* aufgestellten Kriterien für die Abschätzung des perioperativen Risikos der Klasse 1 oder 2 zuzurechnen sind. Dies sind aber immerhin gut 15 – 20 Prozent aller Patienten, sodass doch ein großer Teil davon profitieren kann. Damit ist die beidseitige OP insbesondere auch eine Alternative für Selbstständige und andere, die aus persönlichen oder beruflichen Gründen nicht zweimal eine längere Auszeit wünschen.

Herr Prof. Schmidt, haben Sie herzlichen Dank für das Gespräch!

aus ORTHOpress 2-2017

Weitere Informationen:

ORTHOPARC Klinik GmbH

Klinik für Orthopädie in Köln

Aachener Straße 1021 B

50858 Köln

Tel.: 0221 / 48 49 05 - 0

service@orthoparc.de

www.orthoparc.de