Schlagwort-Archiv Hüfte

VonRedaktion

Schmerzfrei trotz Arthrose

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Wieder einsatzbereit in Nigeria 

Arthrosebedingte Hüftschmerzen plagten den nigerianischen Priester Boniface Amu schon lange. Als sie so schlimm wurden, dass sie die Arbeit an seinem Schulprojekt in Nigeria beeinträchtigten, suchte er während eines Deutschlandbesuchs verschiedene Ärzte auf. Schmerzfreiheit brachte erst die Behandlung durch die MBST-KernspinResonanzTherapie in der orthopädischen Facharztpraxis Schepers in Köln-Weiden.

Boniface Amu arbeitet als Priester in Nigeria ehrenamtlich daran, Kindern aus den ärmsten Familien sowohl eine schulische Ausbildung als auch regelmäßige Ernährung zukommen zu lassen. Das von ihm gegründete Schulprojekt Enyiduru („sanfter Elefant“) startete vor 19 Jahren mit nur einem Kind und zählt mittlerweile 413 Kinder, die in der eigens gegründeten Schule versorgt werden.

Doch ein früherer Bruch im Sprunggelenk aus den 80er-Jahren, der nicht richtig zusammengeheilt war, erschwerte ihm seine Arbeit zunehmend. Als Folge kamen durch die jahrelange Fehlbelastung Beschwerden an der rechten Hüfte hinzu. Dort hatte sich eine Arthrose entwickelt. „Seit ca. 30 Jahren hatte ich jeden Tag Hüftschmerzen. Im November 2013 wurden sie so stark, dass ich nicht mehr weiterwusste. In Nigeria suchte ich einen Arzt auf, der mich röntgte und mir Schmerzmittel gab.“ Seine Beschwerden ließen sich damit aber nicht in den Griff bekommen. „Ich konnte nicht mehr liegen oder sitzen. Radfahren war nicht mehr möglich und zum Autofahren habe ich mir ein dickes Buch unter das Gesäß legen müssen“, berichtet er.

Schmerzfrei durch KernspinResonanzTherapie 

Bei seinem Deutschlandbesuch im letzten Oktober ließ sich Boniface Amu dann nochmals untersuchen. Nach der Diagnose Ischialgie erfolgte eine neue Medikation. Aber auch diese konnte nur bedingt Linderung bringen. Eine Operation wurde dann unerwartet notwendig, als er sich drei Tage vor seiner Heimreise den vorgeschädigten Fuß brach. Dadurch kam zutage, wie stark die Fehlstellung durch die alte Fraktur war.

Paul Schepers erklärt: „Die Kollegen in Kaiserswerth fanden bei der OP starke Verwachsungen vor und äußerten, dass der Fuß möglicherweise viel später nicht mehr hätte gerettet werden können. Die erneute Fraktur war dann sozusagen ,Glück im Unglück‘. Das Sprunggelenk wurde versteift, und mit einem speziellen orthopädischen Schuh konnte er den Fuß nach der OP an Gehstützen wieder belasten. Aber seine Hüftschmerzen waren weiterhin vorhanden. Leider verheilte der Knochen nach der Versteifungs-OP nicht so schnell wie gehofft, und Boniface Amu kam damit und mit den immer noch bestehenden Hüftschmerzen in meine Praxis. Wir behandelten dann beide Problemzonen mit der MBST-KernspinResonanzTherapie. Diese Therapie wirkt ursächlich, indem die Signalgebung der Körperzellen durch ein elektromagnetisches Feld positiv beeinflusst wird, was die eigenen Selbstheilungskräfte des Knorpels bzw. Knochens aktiviert. Der Patient liegt oder sitzt bequem, und der betroffene Körperteil wird in einer speziellen Spule platziert. Diese erzeugt entsprechend der Erkrankung die Kernspinfelder in einer bestimmten Frequenz. Im Falle von Boniface Amu verwendeten wir zwei Geräte gleichzeitig. Für die Hüfte eine große und für den Fuß eine kleinere Spule mit jeweils anderen Programmierungen. Insgesamt neun Sitzungen führten wir im letzten Jahr erfolgreich durch und nun ist er nochmals zur Auffrischung bei uns.“

Bereits nach der dritten Sitzung verspürte Boniface Amu damals eine Verbesserung. Seit dem Abschluss der Therapie nimmt er keine Schmerzmedikamente mehr und konnte mit vollem Elan zurückkehren. „Seit so langer Zeit war ich nicht mehr ohne Schmerzen, dass ich ganz vergessen hatte, wie es sich anfühlt“, sagt er. Nun kann er schmerzfrei in Nigeria seiner Bestimmung folgen und auch in Zukunft Kindern eine Perspektive geben.

Weitere Informationen zum Enyiduru-Projekt Nigeria e. V. finden Sie unter www.enyiduru.de

aus ORTHOpress 3-2015

Weitere Informationen:

Arthrose- und Osteoporose-Zentrum

Paul Schepers
Facharztpraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie

Goethestr. 43

50858 Köln

Tel.: 02234 / 200 27 60
www.praxis-schepers.de

VonRedaktion

Das Zentrum für den Bewegungsapparat Krankenhaus St. Josef Wuppertal

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Optimale Versorgung von Schulter, Hüfte und Knie

Vor gut einem Jahr wurde das Krankenhaus St. Josef in Wuppertal als eines der ersten Häuser in Nordrhein-Westfalen als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert. Orthopress sprach mit dem Chefarzt und Leiter des Endoprothetikzentrums Wuppertal, Dr. Wolfgang Cordier, über die Bedeutung der Zertifizierung und die Möglichkeiten der modernen Gelenkchirurgie. 

Herr Dr. Cordier, „Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung“ klingt ja zunächst einmal nach einer Vielzahl von Eingriffen. Dabei hört man in letzter Zeit ja oft, dass auch bei uns zu viel operiert werde. Wie passt das zusammen?

Dr. Cordier: Wenn man in einem bestimmten Bereich qualitativ eine überdurchschnittliche Leistung bieten möchte, dann muss man diese auch entsprechend routiniert erbringen. Nur so kann man den notwendigen Erfahrungsschatz als operatives überregionales Zentrum aufbauen, der etwa die Führung des entsprechenden Nachweises im Rahmen des Zertifizierungsprozesses erlaubt. Wir versorgen hier in Wuppertal jährlich etwa 1.000 Patienten mit Hüft-, Knie- und Schultergelenksendoprothesen. Diese große Routine in allen Abläufen kommt der Qualität der endoprothetischen Eingriffe und damit der Sicherheit unserer Patienten messbar zugute. Darüber hinaus ist es tatsächlich so, dass in den letzten zwei Jahren in Deutschland die Anzahl der implantierten Hüft- und Knieendoprothesen rückläufig ist. Wir legen besonderen Wert darauf, alle gelenkerhaltenden Maßnahmen auszuschöpfen, denn Gelenkerhalt geht vor Gelenkersatz.

Worin bestehen diese, und wie kann man erkennen, ob eine Prothese benötigt wird oder nicht?

Dr. Cordier: Ob eine endoprothetische Versorgung notwendig ist oder nicht, hängt vom Grad des Verschleißes ab. Häufig sind nur bestimmte Bereiche des Gelenkknorpels abgenutzt, besonders bei Patienten mit Kniearthrose durch ausgeprägte Fehlstellungen, also X- oder O-Beine. In vielen Fällen können wir dann mit einer Begradigung der Beinachse dafür sorgen, dass die bislang stark belasteten Bereiche des Gelenks entlastet werden und die Arthrose weniger schnell fortschreitet. Durch eine solche Umstellungsosteotomie kann der Einsatz einer Knieprothese hinausgezögert und manchmal sogar gänzlich vermieden werden. Einen ganz ähnlichen Eingriff führen wir als eines der wenigen hochspezialisierten Gelenkzentren in Europa auch an der Hüfte durch. Bei der 3-fach-Beckenosteotomie wird das Hüftpfannendach operativ so umgestellt, dass eine mangelhafte Überdachung des Hüftkopfes korrigiert wird. Eine solche unerkannte oder unbehandelte Hüftdysplasie gilt heute als eine der Hauptursachen für eine Hüftarthrose und den späteren Einsatz einer Hüftprothese. Mit diesem Eingriff können wir viele Hüftprothesen langfristig verhindern. Natürlich beherrschen wir neben diesen die Fehlstellungen korrigierenden Eingriffen auch alle minimal-invasiven Techniken wie den vorderen minimalinvasiven Hüftzugang zur Behebung eines Hüftimpingements sowie verschiedene weitere muskelschonende OP-Techniken zum Protheseneinbau.

Röntgenbild nach beidseitiger dreifacher Beckenosteotomie bei Hüftdysplasie mit jetzt vollständiger Überdachung der Hüftköpfe (s. a.: www.dr-cordier.de).

Wenn doch einmal eine Prothese eingesetzt werden muss, welche würden Sie Ihren Patienten empfehlen?

Dr. Cordier: Die „beste“ Prothese gibt es nicht, da immer auf die individuelle Situation des Patienten abgestellt werden muss. Dies umfasst dabei nicht nur das Ausmaß der Erkrankung und seinen Allgemeinzustand und sein Alter, sondern auch die persönlichen Ansprüche an die Mobilität: Nicht jeder Prothesenempfänger muss unter allen Umständen wieder Leistungssport mit vollem Bewegungsumfang treiben können, wünscht sich aber vielleicht eine hohe Stabilität des Gelenkersatzes. Die Qualität der Versorgung hängt daher letztlich nicht von einem bestimmten Prothesenmodell ab, sondern von der Erfahrung und dem Können des orthopädischen Chirurgen sowie den technischen Möglichkeiten, die zur Durchführung des Eingriffs gegeben sind. Hier verfügen wir als überregionaler Schwerpunktversorger über modernste Implantate und Instrumente, die eine optimale Positionierung der Prothesenkomponenten bei kleinstmöglicher Muskeltraumatisierung an Hüfte und Knie erlauben.

Herr Dr. Cordier, haben Sie vielen

Dank für das Gespräch!

Auch Dr. Theodor Patsalis ist Chefarzt am Zentrum für den Bewegungsapparat St. Josef in Wuppertal. Der Leiter der Klinik für Orthopädische Rheumatologie und Handchirurgie ist ausgewiesener Spezialist für Schulter- und Ellenbogenchirurgie; seine Abteilung wurde als Ausbildungszentrum für diesen Bereich ausgezeichnet. Er erläutert, warum ein funktionierendes Schultergelenk so wichtig ist und was die moderne Medizin für seinen Erhalt tun kann.

Herr Dr. Patsalis, warum nimmt das Schultergelenk innerhalb des Bewegungsapparates eine so wichtige Stellung ein?

Dr. Patsalis: Kein anderes Gelenk hat einen solchen Bewegungsumfang wie die Schulter. Wir können unsere Arme in einem Radius von nahezu 180° bewegen – ein Bewegungsumfang, den wir auch tatsächlich nutzen. Ohne ihn könnten wir uns nicht einmal die Haare kämmen. Dieses Bewegungswunder ist dabei das Ergebnis einer genialen Anatomie: Eine relativ große Kugel, der Oberarmkopf, balanciert auf einer flachen, leicht konkaven Oberfläche, der Pfanne. Im Prinzip nicht unähnlich dem Hüftgelenk, allerdings mit einem großen Unterschied: Während der Hüftkopf fest von der Pfanne umschlossen wird, bezieht das Schultergelenk seine Stabilität aus einem komplizierten Weichteilmantel. Dieser ist aber leider nicht nur für die Funktion, sondern gleichzeitig auch für zahlreiche Probleme verantwortlich. Ist dieser Weichteilmantel nämlich verletzt, so muss er schnellstens repariert werden, um Folgeschäden am Gelenk – insbesondere eine Gelenkarthrose – zu vermeiden.

Welche Schäden sind es, die am häufigsten auftreten?

Dr. Patsalis: Das Schultergelenk kugelt beispielsweise am häufigsten infolge einer Verletzung aus. Dabei wird häufig die Gelenklippe beschädigt – sie muss schnell versorgt werden, um eine Instabilität zu vermeiden. Die meisten Schulterprobleme entstehen durch einen altersbedingten Verschleiß und Rissbildung in der großen Sehnenplatte (Rotatorenmanschette) oder auch Kalkablagerungen. Leitsymptom eines Rotatorenmanschettenschadens ist das sogenannte Impingementsyndrom, das heißt eine schmerzhafte Enge unter dem Schulterdach, hervorgerufen entweder durch Kalkeinlagerung, eine Schleimbeutelentzündung oder auch knöcherne Anbauten. Wichtig ist, solche Schmerzen buchstäblich nicht „auf die leichte Schulter“ zu nehmen, denn auch kleine Sehnenrisse können sich schnell massiv vergrößern und zu erheblichem Funktionsverlust führen. Glücklicherweise sind wir heute in der Lage, anhand der modernen Bildgebung sicher entscheiden zu können, ob eine konservative Behandlung noch Erfolg verspricht, oder ob ein operativer Eingriff angezeigt ist. Mittels arthroskopischer Techniken können wir dabei heute eine Vielzahl von Erkrankungen optimal versorgen und die Funktion der Schulter erhalten sowie eine Arthrose nach Möglichkeit verhindern.

Schulterprothese der letzten Generation: Das künstliche Gelenk wird mit minimaler Knochenresektion in die Kopfkalotte implantiert. Damit gelingt die akkurate Wiederherstellung der Anatomie, was für eine optimale Funktion sorgt.

Wenn der Gelenkknorpel aber dennoch versagt – wie sieht die Behandlung aus?

Dr. Patsalis: Auch das Schultergelenk kann durch eine Prothese ersetzt werden – auch wenn dies durch die insgesamt geringeren Fallzahlen nicht so bekannt ist. Tatsächlich führen wir sehr viele Eingriffe dieser Art durch und verfügen daher mit über die größte Erfahrung in Deutschland. Höchstes Gebot in der Schulterendoprothetik ist die akkurate Wiederherstellung der Anatomie. Aufgrund der oft erheblichen Defekte ist deshalb eine detaillierte Planung erforderlich. Wir verwenden daher individuelle, nach CT erstellte Schablonen für die Schnittführung, mit denen das Kunstgelenk absolut präzise implantiert werden kann. Auch bei sehr starken Schäden des umgebenden Weichteilmantels und des Gelenks können wir übrigens heute mit den inversen Prothesen eine zufriedenstellende Schulterfunktion erreichen: Dabei werden Kugel und Pfanne quasi vertauscht, sodass allein der Deltamuskel zum Anheben des Arms ausreichend ist – ein großer Zugewinn für die Patienten, die noch vor wenigen Jahren den weitgehenden Funktionsverlust des Armes hätten in Kauf nehmen müssen.

Herr Dr. Patsalis, herzlichen Dank für die Ausführungen!

 

Weitere Informationen:

Klinik für Orthopädie und
spezielle orthopädische Chirurgie
Tel.: 0202 / 485 - 25 01
Ort.kh-josef@cellitinnen.de
Klinik für Orthopädische Rheumatologie
Tel.: 0202 / 485 - 21 01
Orh.kh-josef@cellitinnen.de

VonRedaktion

Gelenkersatz heute

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Knie, Hüfte, Schulter

Bei degenerativen Veränderungen an Gelenken gilt es, diese so lange wie möglich zu erhalten. Dafür stehen verschiedene konservative Therapien zur Verfügung. Doch wenn diese ausgeschöpft sind und die Lebensqualität der Betroffenen sehr leidet, stehen heute verschiedene Möglichkeiten des Gelenkersatzes zur Verfügung. Der Orthopäde Dr. Martin Frömel aus Frankfurt, dessen Spezialgebiet der Gelenkersatz an Knie, Hüfte und Schulter ist, weiß, wann welche Methode angezeigt ist.

Am häufigsten tritt eine einschränkende Arthrose an gewichtstragenden Gelenken wie Knie und Hüfte auf. Dort ist der puffernde und schützende Knorpel nicht nur der Bewegung ausgesetzt, sondern auch dem Körpergewicht, das sie tragen müssen. Außerdem können Fehlstellungen wie X- oder O-Beine sowohl an Knie- als auch an Hüftgelenken Schaden anrichten, wie Dr. Frömel bestätigt: „Wenn Belastungen einseitig auf ein Gelenk wirken, begünstigt das Abnutzungsprozesse. Ebenso können unerkannte Knorpelschäden durch Verletzungen später zu einem vorzeitigen Knorpelrückgang führen.“

Spezielle Lösungen für die komplexe Anatomie des Knies

Am Kniegelenk kann es an verschiedenen Stellen zu einer Arthrose kommen, da hier eine komplexe Anatomie vorliegt. Das Gelenk wird gebildet aus der Oberschenkelrolle und dem Schienbeinknochen. Gehalten werden die Gelenkpartner von starken Bändern. Da jeder Körper anders ist, muss bei der Diagnosestellung eine differenzierte Analyse stattfinden. Im Anschluss behandelt Dr. Frömel nach einem Stufenmodell. Dieses beinhaltet nach der Befunderhebung auch Maßnahmen wie Gewichtsnormalisierung, Bewegungstherapie und Muskeltraining, knorpelaufbauende Verfahren und die arthroskopische Gelenksanierung. Letzte und sechste Stufe ist dann bei weiterhin bestehenden Schmerzen der Gelenkersatz. Doch hierbei handelt es sich nicht um nur eine mögliche Option, wie Dr. Frömel erklärt: „Moderne Endoprothesen-Systeme ermöglichen eine individuelle Anpassung. D. h. es muss nicht immer gleich das ganze Gelenk ersetzt werden. Außerdem kann mit dem passenden Kunstgelenk die natürliche Anatomie nachgebildet werden, sodass eine gute Funktionalität erreicht wird. So kann beispielsweise eine sogenannte Schlittenprothese genutzt werden, wenn der Knorpelverlust auf nur einer der beiden Oberschenkelkondylen besteht. Doch auch die modernen Totalendoprothesen erhalten die Funktionalität und Anatomie. Dabei wird – entweder mit oder ohne Ersatz der Kniescheibe – das obere Ende des Schienbeins und das untere Ende des Oberschenkelknochens ersetzt. Dafür kann aus verschiedenen Prothesenmodellen ausgewählt werden, um die Größen und Geschlechtsunterschiede der Patienten zu berücksichtigen.“

Hüfte: große Knochenresektionen nicht immer notwendig

Auch bei der Hüftendoprothetik gibt es heute verschiedene Möglichkeiten hinsichtlich der Implantate und der chirurgischen Techniken. Noch vor einigen Jahren waren sogenannte Langschaftprothesen, bei denen die Resektion des Hüftkopfes und somit ein größerer Knochenverlust notwendig ist, generell üblich. Abhängig vom Arthrosestadium können heute aber auch andere Systeme verwendet werden, wie Dr. Frömel erklärt: „Kurzschaftprothesen sind ebenso stabil wie solche mit längerem Schaft. Die Implantation ist aber mit weniger Knochenverlust verbunden und kann in vielen Fällen sogar minimalinvasiv erfolgen.“

Gute Voraussetzungen für eine mögliche Revision schaffen

Sowohl am Knie als auch an der Hüfte kann es insbesondere bei jüngeren Patienten nach einer gewissen Zeit notwendig werden, die Prothese zu wechseln. Denn trotz der guten Werkstoffe ist die Standzeit mit ca. 15 bis 20 Jahren endlich. Dr. Frömel erklärt: „Zum einen sind jüngere Patienten aktiver, d. h. das Implantat ist mehr Belastungen ausgesetzt. Und zum anderen erfolgen natürlicherweise mit der Zeit am Implantatsaum knöcherne Veränderungen. Wenn dabei die Aktivität der knochenabbauenden Zellen überwiegt, kann es zu einer Lockerung kommen. Ein weiterer Grund dafür kann der Abrieb des Kunststoffinlays sein. Die mikroskopisch kleinen Partikel können Entzündungen und damit Knochenrückgang verursachen. In diesen Fällen ist eine Wechseloperation angezeigt. Für die großen Gelenke stehen dafür die entsprechenden Prothesen zur Verfügung. Je mehr Knochen dann noch vorhanden ist, desto besser kann die Revisionsprothese verankert werden. Daher sind moderne Prothesen, bei denen bereits der Ersteinsatz so knochensparend wie möglich erfolgt, vorteilhaft.“

 

Nach dem Gelenkersatz: Muskulatur stärken

Viele Patienten mit Arthrose im fortgeschrittenen Stadium erleben mit der Endoprothese eine neues Gefühl der Beschwerdefreiheit. Durch schonende Operationsverfahren – viele Endoprothesen können minimalinvasiv eingebracht werden, wobei Muskeln und Weichteile möglichst wenig beeinträchtigt werden – verläuft die Rehabilitation häufig auch schneller. Dies sollten die Patienten nutzen, um wieder aktiver zu werden, wie Dr. Frömel empfiehlt: „Muskulatur frühzeitig wieder aufzubauen ist wichtig, um das neue Gelenk stabil zu halten. Viele Sportarten sind auch mit Endoprothese möglich, insbesondere, wenn der Patient schon Erfahrungen darin hat und die Bewegungsabläufe kennt. Dazu beraten wir unsere Patienten gern.“

aus ORTHOpress 4-2016

Weitere Informationen:

Orthopädische Praxis für Gelenkerkrankungen

Dr. med. Martin Frömel

Praxis Frankfurt-Westend:

Lindenstraße 42

60325 Frankfurt

Praxis Dietzenbach:

Babenhäuser Straße 29

63128 Dietzenbach

Anmeldung unter:

Tel.: 069 / 17 28 17

orthopaedie.frankfurt@yahoo.de

Wenn Sie mehr über uns erfahren möchten, besuchen Sie auch unsere neue Homepage www.dr-froemel.de

VonRedaktion

Individuell statt einheitlich 

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Moderner Gelenkersatz an den großen Gelenken

Arthrose gehört zu den Volkskrankheiten. Das Risiko steigt mit fortschreitendem Alter, in Deutschland leidet nahezu die Hälfte aller Menschen im Alter von 70 bis 79 Jahren unter einer mehr oder weniger ausgeprägten Arthrose. Weltweit ist die Arthrose die häufigste Gelenkerkrankung im Erwachsenenalter. 

Diese Zahlen mögen sich erschreckend anhören, sie haben jedoch auch etwas Gutes: Aufgrund der Häufigkeit der Erkrankung wurde in den letzten Jahren viel geforscht und die Arthrosebehandlung entwickelt sich stetig weiter. So ist z. B. der Einsatz eines künstlichen Gelenks heutzutage längst nicht mehr so ein Rieseneingriff wie noch vor einigen Jahren. Dr. Martin Frömel aus Frankfurt, Spezialist für Gelenkersatz an Knie, Hüfte und Schulter, ist mit der Zeit gegangen. Er arbeitet nach einem Stufenmodell, bei dem zunächst der Gelenkerhalt eine wichtige Rolle spielt: „Bevor wir einem Patienten ein künstliches Gelenk einsetzen, wollen wir sichergehen, dass alle alternativen Behandlungsmethoden ausgeschöpft sind. Dazu gehören im Anfangsstadium einer Arthrose u. a. eine Gewichtsnormalisierung, Bewegungstherapie und Muskelaufbautraining. Reichen diese Verfahren nicht aus, kommen knorpelaufbauende Verfahren und die arthroskopische Gelenksanierung zum Einsatz. Erst wenn anschließend die Schmerzen weiter bestehen, ziehen wir die Möglichkeit in Betracht, das Gelenk zu ersetzen.“

Komplexes Kniegelenk

Haben sich Arzt und Patient auf die Notwendigkeit eines künstlichen Gelenks geeinigt, so stehen dem Patienten heutzutage moderne Endoprothesen-Systeme zur Auswahl. Dr. Frömel und sein Team prüfen sorgfältig, welche Prothese für den jeweiligen Patienten am geeignetsten ist. Denn nicht immer ist es notwendig, das komplette Gelenk zu ersetzen. Besteht der Knorpelverlust im Knie beispielsweise nur auf einer der beiden Oberschenkelkondylen, kann ggf. eine Teilprothese (Schlittenprothese) verwendet werden. Aber auch wenn das komplette Knie betroffen ist und eine Totalendoprothese eingesetzt werden muss, gilt es, je nach Größe, Geschlecht, Alter und körperlicher Verfassung des Patienten, das richtige Modell auszuwählen.

Vereinfachte Hüft-OP

„Auch im Bereich der Hüftendoprothetik hat sich in den letzten Jahren viel getan“, erklärt Dr. Frömel. „Während früher ausschließlich Langschaftprothesen eingesetzt wurden, entscheiden wir heute individuell, welche Art der Prothese der Patient benötigt. Bei jüngeren Patienten mit einer guten Knochenqualität entscheiden wir uns, wenn möglich, für eine sogenannte Kurzschaftprothese, deren Implantation mit weniger Knochenverlust verbunden ist als das Einsetzen einer herkömmlichen Langschaftprothese. Das ist von Vorteil, falls die Prothese im Laufe der Zeit noch einmal getauscht werden muss. Zudem kann der Einsatz vielfach minimalinvasiv erfolgen. Erste Langzeitergebnisse zeigen eine ebenso gute Haltbarkeit und Stabilität wie bei Langschaftprothesen. „Bei der OP-Technik versuchen wir, so gewebeschonend wie möglich vorzugehen, damit der Patient nach dem Eingriff schnell und ohne viel Kraftverlust wieder auf die Beine kommt“, so Dr. Frömel.

Seltener: die Schulterarthrose

Arthrose im Schultergelenk ist zwar seltener als eine Arthrose im Knie- oder Hüftgelenk, aber genauso schmerzhaft. „Wird ein künstliches Schultergelenk notwendig, prüfen wir zunächst, ob eine knochensparende Kappenprothese ausreicht. Dabei wird nicht das komplette Gelenk getauscht, sondern nur die Gelenkflächen ersetzt. Die Ergebnisse sind – anders als bei Hüftkappen – sehr gut“, meint Dr. Frömel. Kommt eine Kappenprothese nicht infrage, kann, bei intakter Rotatorenmanschette, mit einer schaftfreien Prothese gearbeitet werden. Bei irreversibel geschädigter Rotatorenmanschette besteht die Möglichkeit einer inversen Prothese, bei der Kopf und Pfanne quasi vertauscht sind. Dank dieser innovativen Entwicklung kann vielen Patienten ein Großteil ihrer Lebensqualität zurückgegeben werden.

An die Zukunft denken

Obwohl es sich bei modernen Prothesen um wahre Hightech-Modelle handelt, ist auch ihre Lebensdauer endlich. Nach 15 bis 20 Jahren müssen sie in der Regel getauscht werden. Grund hierfür ist ein Abrieb des Kunststoffinlays und / oder eine Lockerung der Prothese durch knöcherne Veränderungen. Die abgeriebenen Partikel können Entzündungen und einen Rückgang des Knochens verursachen. Deshalb ist es, gerade bei jüngeren Patienten, beim Ersteinsatz wichtig, so viel Knochen wie möglich zu erhalten, um bei einem Wechsel die neue Prothese wieder sicher verankern zu können.

OP und Nachsorge aus einer Hand

Als langjährig operativ tätiger Facharzt mit großer Erfahrung – insbesondere im Bereich der Gelenkchirurgie  – versorgt Dr. Frömel seine Patienten in allen Phasen der Therapie von der Eingangsuntersuchung über den Eingriff bis hin zur wichtigen Nachsorge durchgängig persönlich. Damit folgt er einem Behandlungskonzept, das in den USA bereits sehr verbreitet ist und eine optimale Betreuung des Patienten sicherstellt. Die Eingriffe selbst führt Dr. Frömel ambulant oder stationär in den renommiertesten Kliniken des Rhein-Main-Gebietes durch; für die Vor- und Nachsorge steht er in seinen Praxen in Frankfurt-Westend und Dietzenbach zur Verfügung.

aus ORTHOpress 3-2017

Weitere Informationen:

Orthopädische Praxis für Gelenkerkrankungen

Dr. med. Martin Frömel

Praxis Frankfurt-Westend:

Lindenstraße 42

60325 Frankfurt

 

Praxis Dietzenbach:

Babenhäuser Straße 29

63128 Dietzenbach

Klinik Maingau vom Roten Kreuz

Scheffelstraße 2 – 14

60318 Frankfurt am Main

Berger Klinik

Mainzer Landstraße 65

60329 Frankfurt am Main

Terminvereinbarung unter:

Tel.: 069 / 17 28 17

orthopaedie.frankfurt@yahoo.de

www.dr-froemel.de