5. Wirbelsäulenschmerzkongress in München

VonRedaktion

5. Wirbelsäulenschmerzkongress in München

Fachübergreifende Behandlung als zentraler Erfolgsfaktor

Am Samstag, den 26. November 2016 fand unter der Leitung von Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde in München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga e.V., der 5. Wirbelsäulenschmerzkongress statt. Rund 100 Teilnehmer diskutierten im Arabella Sheraton Hotel München über moderne Behandlungsoptionen im Bereich der Wirbelsäulenmedizin. Veranstalter waren in diesem Jahr die Wirbelsäulenliga e.V. und die Interdisziplinäre Gesellschaft für orthopädische/unfallchirurgische und allgemeine Schmerztherapie (IGOST). Zentrales Ergebnis des Expertenaustausches ist der zunehmende Stellenwert von interdisziplinären Therapieansätzen. „Komplexe Rückenschmerzen lassen sich selten mit vorgefertigten Maßnahmen behandeln. In diesen Fällen bedarf es maßgeschneiderter Behandlungskonzepte, die auf eine enge Verzahnung von Spezialisten setzen“, betont Dr. Schneiderhan und ergänzt: „Aus diesem Grund gewinnen interdisziplinäre Zentren, in denen zum Beispiel Orthopäden, Neurochirurgen, Neurologen, Radiologen und Schmerztherapeuten fachübergreifend zusammenarbeiten, immer mehr an Bedeutung.“ Im Hinblick auf neuartige Therapien kommt dem Recht auf Information für den Patienten immer mehr Bedeutung zu. „Nur wenn Patienten über verschiedene Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt sind, können sie eine selbstbestimmte und erfolgversprechende Entscheidung treffen. Dazu gehört ebenso das Recht auf eine zweite Meinung. Bei diesem Thema müssen sowohl Ärzte als auch Betroffene umdenken. Denn eine Zweitmeinung einzuholen, ist kein Misstrauensvotum, sondern die wichtige Chance, die bestmögliche Therapie zu finden“, sagt Dr. Schneiderhan.

Weitere Informationen unter www.orthopaede.com

Bild: Dr. Schneiderhan

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