Monatsarchiv Oktober 2017

VonArne Wondracek

Rehaklinik – Freie Wahl oder Zuweisung?

Wer sich nach einer Krankheit oder Operation in eine Reha begibt, der muss nicht unbedingt die vom Versicherungsträger vorgesehene Klinik akzeptieren: Im Gesetz ist genau festgelegt, inwiefern dem individuellen Wunsch des Patienten nach einer bestimmten Klinik Rechnung getragen werden muss.

Beste Klinik / Wunschklinik

Sowohl für die Deutsche Rentenversicherung (DRV) als auch für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) gilt: Bei Zuweisung einer Klinik für eine Anschlussheilbehandlung, Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme ist in erster Linie die medizinische Eignung für das Krankheitsbild des Patienten und für das Erreichen des Reha-Ziels vom zuständigen Kostenträger zu berücksichtigen. Dies bedeutet: Die nachweislich am besten medizinisch geeignete Klinik muss ohne Mehrkosten zugewiesen werden, weil es hier um die medizinische Eignung und nicht um den Patientenwunsch geht.

Danach spielt das sogenannte Wunsch- und Wahlrecht (§ 9 SGB IX), das jeder Patient im Einzelfall für sich ausüben kann, eine Rolle. Aus diesem ergibt sich die zusätzliche Verpflichtung der Kostenträger, bei der Klinikauswahl den berechtigten Wünschen der Versicherten zu entsprechen. Darunter versteht man vor allem besondere persönliche Lebensumstände, Alter und Geschlecht sowie religiöse und weltanschauliche Bedürfnisse.

Mehrkosten

Ein Unterschied zwischen den Kostenträgern DRV und GKV ist, dass jeder GKV-Patient nach § 40 Abs. 2 SGB V einen Rechtsanspruch auf seine medizinisch geeignete Wunschklinik hat, jedenfalls gegen Mehrkostenerstattung. Verlangt die Krankenkasse Zuzahlung vom Patienten, gilt es Folgendes zu prüfen:

• Liegt ein ordnungsgemäßer Zuweisungsbescheid mit inhaltlicher Auseinandersetzung mit dem Antrag vor?

• Ist die zugewiesene Klinik ebenso gut für einen Reha-Erfolg geeignet (Entfernung, Wartezeit, Therapien etc.)?

• Wurden bei der Entscheidung, eine Zuzahlung zu verlangen, auch die weiteren, angemessenen Patientenwünsche berücksichtigt?

Wenn eine dieser Fragen verneint werden muss, ist das Zuzahlungsverlangen zurückzuweisen. Zuzahlungen sind nur berechtigt, wenn der Klinikwunsch sich auf persönliche Belange stützt, beispielsweise eine Klinik an der See, ohne medizinische Notwendigkeit dafür, oder eine besonders komfortable Zimmerausstattung. Aber auch dann ist ein Zuzahlungsverlangen nur in Höhe der Differenzkosten der zugewiesenen Klinik und der Wunschklinik berechtigt. Wichtig in einem solchen Fall ist, dass sich der Patient vor Antritt der Maßnahme die Kosten schriftlich aufschlüsseln lässt. Der DRV-Patient kann seine Wunschklinik ebenfalls anhand medizinischer Aspekte und wichtiger persönlicher Lebensumstände begründen. Die DRV hat keine Möglichkeit, ihre Maßnahmen gegen Zuzahlung in der Wunschklinik zu bewilligen.

Kliniklisten, wonach nur bestimmte Vertragskliniken von Krankenkassen für eine Rehabilitationsmaßnahme infrage kommen, sind nicht gültig. Solange die Wunschklinik über einen Versorgungsvertrag nach § 111 SGB V verfügt, kann sie auch von der Krankenkasse belegt werden.

Ablehnung der Wunschklinik

Bei einer Ablehnung der Wunschklinik besteht die Möglichkeit zur Einlegung eines Widerspruchs. Wichtig hierfür ist, eine (erneute) ärztliche Stellungnahme einzuholen, die inhaltlich auf die Ablehnungsgründe des Kostenträgers eingeht und diese entkräftet. Entsprechend soll das Attest z. B. bestätigen, dass die Wunschklinik medizinisch besser geeignet ist, um den Reha-Erfolg zu erreichen, beispielsweise aufgrund besonderer Therapie-angebote und einer großen Zahl von Einzeltherapien. Weiterhin kann der Patient auf seine wichtigen persönlichen Lebensumstände verweisen. Dies ist z. B. bei älteren Patienten oder Eltern mit sehr jungen Kindern der Fall, wenn sie eine wohnortnahe Rehabilitationsklinik benötigen, um Besuche zu empfangen und den Kontakt zur Familie zu halten. Wichtig ist, dass die Begründung präzise und verständlich ist und die Notwendigkeit der Wunschklinik aus dem Widerspruch beziehungsweise dem Attest hervorgeht.

Es kommt vor, dass Ablehnungen formlos, zum Teil sogar telefonisch ausgesprochen werden und keine Begründung enthalten. Hier sollten Versicherte unbeirrt bleiben und einen schriftlichen, rechtsmittelfähigen Bescheid verlangen, der sich mit der medizinischen Eignung und den wichtigen persönlichen Lebensumständen auseinandersetzt.

Kostenfreie Beratung

Der Arbeitskreis Gesundheit e. V. ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Rehabilitationskliniken unterschiedlicher Fachrichtungen. Im Sinne des Satzungszweckes hat es sich der Verband unter anderem zur Aufgabe gemacht, eine breite Öffentlichkeit über die Möglichkeiten stationärer Rehabilitationsmaßnahmen und die gesetzlichen Ansprüche solcher Maßnahmen zu informieren. Eine Kliniksuche, Informationsmaterialien und Patientenschreiben finden Sie unter www.arbeitskreisgesundheit.de.

Bei Fragen zu Ihrer Rehabilitation und dem Wunsch- und Wahlrecht berät Sie gern die Geschäftsstelle. Sie erreichen den Arbeitskreis montags bis donnerstags in der Zeit von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr und freitags von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr kostenfrei aus dem deutschem Festnetz unter Tel. 0800 / 100 63 50.

VonRedaktion

Schleimbeutelentzündung der Hüfte

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Therapie: Thermo-Koagulation nach Dr. Siedow

Durch Entzündungen der Schleimbeutel oder Muskulatur des großen Rollhügels kann es zu (chronischen) einseitigen Hüftschmerzen kommen. Der Orthopäde Dr. Dr. med. Uwe B. Siedow aus Ottobrunn nutzt in Fällen, in denen konservative Behandlungen keine zufriedenstellenden Ergebnisse mehr bringen, die eigens von ihm entwickelte Thermo-Koagulation.

Die Symptome einer Bursitis trochanterica (Schleimbeutelentzündung der Hüfte) können die Lebensqualität der Betroffenen – oft Frauen mittleren Alters – mitunter erheblich einschränken. Dazu gehören Hüftschmerzen beim Gehen, insbesondere auch beim Anheben der Beine, wie es beim Treppensteigen nötig ist. Kurz, die gesamte Beweglichkeit ist eingeschränkt und hat damit negativen Einfluss auf Alltag und Freizeit. In einigen Fällen kommt es sogar in Ruhe, also im Stand oder gar nachts beim Schlafen zu Beschwerden. Schmerzursache können Entzündungen in der Nähe des großen Rollhügels sein. Das ist die Stelle am Oberschenkelhals, an der die Gesäßmuskulatur ansetzt. Entweder ist dieser Muskelansatz von der Entzündung betroffen oder der zugehörige Schleimbeutel.

Doch was sind die Umstände, die zu den Entzündungen führen? – Dr. Siedow erklärt: „Verletzungen sowie übermäßige Beanspruchung, z. B. durch Hüftfehlstellungen oder Beinlängendifferenzen, die den Belastungsschwerpunkt falsch setzen, können die Entzündungen auslösen. Das Beschwerdebild, das in der ärztlichen Anamnese erhoben wird, ist relativ typisch. Zusätzlich taste ich in der Untersuchung die Stelle über dem großen Rollhügel ab und übe dort einen leichten Druck aus. Berichtet der Patient dann von dem ihm bekannten Schmerz, nehme ich als bildgebendes Mittel die Sonografie zur Hilfe, um Entzündung und Veränderungen am Schleimbeutel darzustellen.“ Das Röntgen gehört nicht zu den standardmäßig verwendeten Diagnosemitteln bei dieser Erkrankung. Allenfalls ihre spätere Folgen, sogenannte Osteophyten (knöcherne Ausziehungen), könnten auf einem Röntgenbild zu sehen sein.

Den Schmerzschalter umlegen

Solche Erkrankungen werden zunächst mit konservativen Therapien versucht zu bekämpfen. Dazu gehören unter anderem schmerz- und entzündungslindernde Medikamente und Physiotherapie. Bei Entzündungen helfen vielen Betroffenen Kälteanwendungen. Ein weiterer Schritt wäre das Injizieren von Kortison und Lokalanästhetika und / oder eine Abfolge von Stoßwellenanwendungen. Doch es gibt auch Krankheitsverläufe, bei denen diese Strategien nicht helfen und die Betroffenen immer noch an Schmerzen und Bewegungseinschränkungen leiden. Dafür hat Dr. Siedow ein Verfahren auf Grundlage der Radiofrequenztherapie entwickelt, das gezielt die schmerzleitenden Nerven ausschaltet. Die Thermo-Koagulation nach Dr. Siedow (TKS) wird minimalinvasiv und dadurch sehr schonend durchgeführt. Dr. Siedow erklärt: „Der ambulante Eingriff erfolgt mit einer lokalen Betäubung und unter Bildwandlerkontrolle. Diese ermöglicht es, gezielt und präzise spezielle Instrumente an den Ansatz der Sehnen zu bringen. Dort werden dann die Nerven, die für die Weiterleitung des Schmerzes verantwortlich sind, mit einer speziellen Thermokoagulationsnadel verödet. Dafür wird eine kurzzeitige Hitze von ca. 80 Grad erzeugt, wobei benachbartes Gewebe nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.“ Der Eingriff dauert ca. 20 Minuten und nach einer Wartezeit von ca. einer halben Stunde können die Patienten bereits wieder nach Hause gehen. Meist innerhalb der ersten 24 Stunden, spätestens aber nach zwei bis drei Tagen haben sie keine Schmerzen mehr.

Die Erfahrungen, die Dr. Siedow in seiner Praxis mit dem Verfahren gemacht und in einer eigenen Erhebung festgehalten hat, sind gut: „Nahezu 80 Prozent der Patienten haben ein gutes bis sehr gutes Resultat bezüglich der Schmerzlinderung bzw. Beschwerdefreiheit.“

von Sandra Müller-Jansen 

Weitere Informationen:

Dr. Dr. med. Uwe B. Siedow

Tel.: 089 / 609 70 64

www.TKS-Siedow.de

VonRedaktion

Schonend und ästhetisch mit Bikinischnitt 

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Minimalinvasiver Gelenkersatz an der Hüfte

Der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks gehört zu den am häufigsten durchgeführten Operationen in Deutschland. Er gibt vielen von Arthroseschmerzen Geplagten ein Stück Lebensqualität wieder. Ein wichtiger Schritt dahin ist es aber auch, nach der Operation möglichst schnell wieder „auf die Beine“ zu kommen. Denn je länger Immobilität besteht, desto schwächer wird die Muskulatur. Dr. Manfred Krieger von der Chirurgie/Orthopädie Rhein-Main in Wiesbaden operiert daher in so vielen Fällen wie möglich minimalinvasiv, mit kleineren Schnitten und wenig bis keiner Muskeltraumatisierung. Zu diesen Zugängen gehört auch der schonende „Bikinischnitt“, worüber er im Gespräch mit ORTHOpress berichtet.

Herr Dr. Krieger, den Begriff „Bikinischnitt“ hört man eher, wenn es um Operationen an Organen im Bauchraum oder um einen Kaiserschnitt geht. Wie passt er nun zum künstlichen Gelenkersatz?

Dr. Krieger: Der Begriff spielt hauptsächlich auf die Ästhetik der durch den Eingriff entstehenden Narbe an. Denn diese ist sehr viel kleiner als bei der sonst üblichen Operationsweise beim Einsatz einer Hüftendoprothese. Die Schnittführung ist natürlich eine andere als z. B. bei einem Kaiserschnitt oder Operation an inneren weiblichen Geschlechtsorganen. Vor allen Dingen aber ist die Schnittführung eine andere als bei der klassischen Herangehensweise für eine künstliche Hüfte. Sie erfolgt von der vorderen Seite, wir sprechen hier vom ventrolateralen Zugang.

Gibt es weitere Vorteile neben der kleineren Narbe?

Dr. Krieger: Das ansprechendere kosmetische Ergebnis ist natürlich erfreulich, aber nicht der ausschlaggebende Vorteil der minimalinvasiven Technik an der Hüfte. Denn normalerweise ist es bei der größer-offenen Operation zur besseren Sicht unter anderem nötig, Muskulatur zu durchtrennen. Bei einem rein seitlichen Zugang beispielsweise muss die betroffene Muskulatur gespalten werden. Zwar kann sie wieder zusammenwachsen, doch der Patient ist dadurch zunächst zur Schonung gezwungen. Die Muskeltraumatisierung bringt immer eine entsprechend längere Heilungs- und Rehabilitationszeit mit sich. Mit der minimalinvasiven Methode kann dies verhindert werden, weil wir dabei durch sogenannte Muskellogen, dies sind natürliche Öffnungen zwischen den Muskelfaserbündeln, operieren und keine Muskelpartien ab- oder durchtrennen müssen. Die Muskellogen können zur Seite geschoben werden und mit neuesten OP-Werkzeugen an dem Operationsbereich gewirkt werden. Bei allen minimalinvasiven, muskelschonenden Verfahren, kann der Patient praktisch unmittelbar nach dem Eingriff wieder aufstehen und erste Schritte gehen.

Links: Auf dem Vorher- Röntgenbild ist der durch die Arthrose verschmälerte Gelenkspalt zu sehen. Rechts: Kurzschaftprothese im Röntgenbild

Welche anderen minimalinvasiven Verfahren gibt es neben dem Bikinischnitt und wie unterscheiden sie sich voneinander?

Dr. Krieger: Es gibt verschiedene minimalinvasive Zugangsmethoden, die sich hauptsächlich darin unterscheiden, wo der Schnitt gemacht wird und ob die Muskelloge, durch die die Instrumente vorgeschoben werden, sich weiter oben oder unten befindet. Beim Bikinischnitt befindet sich der Zugang vorn in der Leiste. Wir beherrschen all diese Methoden und wenden den Zugang an, der für den jeweiligen Patienten ideal ist. Denn nicht jeder Patient kann mit der gleichen Methode operiert werden. Faktoren wie z. B. das Körpergewicht spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung. Ausschlaggebend ist aber natürlich, dass alle Verfahren so schonend wie nur möglich sein sollen, um eben die beste Rehabilitation zu ermöglichen.

Die so operierten Arthrosepatienten können wahrscheinlich das betroffene Bein schnell wieder voll belasten, oder?

Dr. Krieger: So etwas ist natürlich schwer zu generalisieren, der Gesamtzustand des Patienten spielt dabei eine große und wesentliche Rolle. Dennoch geht die Tendenz sicherlich in diese Richtung, schließlich sind die Muskelgruppen, die wir so vor einer Traumatisierung retten können, für die Beinbewegung sehr wichtig. Herkömmlich operierte Patienten verfügen nach der OP oft nur noch über einen Bruchteil ihrer sonstigen Muskelkraft an diesem Bein. Bis diese wiederhergestellt ist, kann es mitunter Monate dauern. Dabei ist es doch so wichtig, möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen. Die meisten minimalinvasiv operierten Patienten können schon am Tag der Operation mobilisiert werden und bereits zwei Tage später wieder Treppen steigen. Unabhängig von der Operationsmethode arbeiten wir zur Rehabilitation erfolgreich mit dem Fast-Track-Recovery-Programm, bei dem der Patient geführt durch die Module Patientenschule, Coaching, Frühmobilisierung und Schmerztherapie zu einer schnellen Genesung gelangt.

Welche Prothesenmodelle können mit minimalinvasiven Operationstechniken eingebracht werden?

Dr. Krieger: Besonders eigenen sich Modelle wie die modernen Kurzschaftprothesen. Sie sind für den Ersteinsatz gedacht. Der Knochenverlust bei der Implantation ist sehr gering, weshalb sie besonders gern beim jüngeren Patienten eingesetzt werden.

Was unterscheidet sie von den herkömmlichen Endoprothesen?

Dr. Krieger: Bei der Kurzschaftprothese reicht der Stiel der Prothese nur wenige Zentimeter weit in den Oberschenkelknochen hinein. Vorteil ist neben dem weitgehenden Knochenerhalt ganz generell die Schonung der Strukturen des tiefen Oberschenkelknochens. Das schafft beste Voraussetzungen für den Fall einer später vielleicht notwendig werdenden Revision. Dabei wird auch die Kurzschaftprothese zementfrei eingesetzt; eine spezielle Verankerungstechnik sorgt für Halt im Oberschenkelknochen. Inzwischen ist es aber sogar auch möglich, die seit Jahrzehnten bewährten Langschaftprothesen minimalinvasiv einzubringen. Wir können daher immer auf das Endoprothesenmodell zurückgreifen, mit dem der Patient aus unserer Sicht am besten versorgt ist.

Herr Dr. Krieger, recht herzlichen Dank für das interessante Gespräch.

Weitere Informationen:

Dr. Manfred Krieger
Tel.: 0611 / 334 38 44
krieger@emma-klinik.de
www.rapid-recovery.de

VonRedaktion

Rapid Recovery

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Bestmögliche Ergebnisse nach wenig traumatisierender Operation 

Vorbei die Zeiten, in denen man nach einer Hüftgelenks-OP erst langsam wieder laufen lernen musste. Heute stehen die Patienten bereits kurz nach dem Eingriff auf und können häufig noch am selben Tag voll belasten, denn Schmerzen haben sie auch ohne starke Medikamente praktisch nicht. Verantwortlich dafür ist eine ausgeklügelte Kombination aus muskelschonender OP und den Prinzipien des Rapid Recovery Programms, wie Dr. Manfred Krieger von der Chirurgie Rhein-Main in Wiesbaden erläutert.

Herr Dr. Krieger, man liest oft von sogenannten „minimalinvasiven“ Operationen. Sie bezeichnen Ihre Operationsmethode als „muskelschonend“. Gibt es einen Unterschied?

Dr. Krieger: Eigentlich sollten beide Begriffe dasselbe aussagen. In der Vergangenheit war es jedoch manchmal so, dass bei als „minimalinvasiv“ beschriebenen Techniken das kosmetische Endergebnis im Vordergrund stand, im Falle einer Hüftgelenks-OP bedeutet das: eine möglichst kleine Narbe. Die Kosmetik ist bei der von uns angewandten Technik ebenfalls hervorragend, aber es steht darüber hinaus die Funktionalität im Vordergrund.

Fast alle Endoprothesenmodelle können heute auf muskelschonende Art eingesetzt werden (hier: Collomis-Kurzschaftprothese)

Was bedeutet das? Gibt es denn Unterschiede in der Funktion nach dem Einsatz eines neuen Hüftgelenks?

Dr. Krieger: Bei einer herkömmlichen Hüftoperation werden oft große Anteile der Hüft- und Gesäßmuskulatur abgelöst oder durchtrennt, um die Prothese unter Sicht gut einbringen zu können. Leider ist der Preis dafür sehr hoch, denn nach der Operation verfügt der Patient oft nur noch über einen Bruchteil der Muskelkraft, die er eigentlich bräuchte. Oft dauert es Monate, bis die Heilung der verletzten Muskulatur abgeschlossen ist, und in einigen Fällen bleiben auch dann noch Schäden bestehen. Nicht wenige Patienten klagten früher über ein anhaltend gestörtes Gangbild, das aufgrund der Glutealmuskelschwäche auftretende „Trendelenburg-Hinken“. Wenn Sie diesen Begriff im Internet in eine Suchmaschine eingeben, bekommen Sie Tausende von Fundstellen angezeigt. Bei unserer muskelschonenden OP-Technik dagegen ist ein solches Risiko minimiert.

Aber wie schaffen Sie es, die Muskeln so zu schonen?

Dr. Krieger: Wir operieren bei unserer Technik durch natürliche Öffnungen der Muskelbündel hindurch. Diese „Muskellogen“ bieten genug Platz, um mit neuesten OP-Werkzeugen die Prothesen sicher einbringen zu können. Wir verletzen die Muskeln also nicht, sondern erhalten sie, um für das spätere Leben mit dem Kunstgelenk optimale Bedingungen zu schaffen. Gleichzeitig benötigen wir für die OP nur einen vergleichsweise kleinen Hautschnitt. Für den Patienten bedeutet das: weniger Blutverlust, weniger Schmerzen und vor allem schnellere Genesung. Die Patienten können üblicherweise nicht nur am Tag der Operation mobilisiert werden, sondern bereits zwei Tage später wieder Treppen steigen – das war früher undenkbar.

Was ist für Sie der größte Unterschied zur herkömmlichen Verfahrensweise?

Dr. Krieger: Bis vor Kurzem waren Hüftoperationen immer an einen strengen Verbotskatalog gekoppelt. So wurde häufig anfänglich eine bestimmte Schlafposition im Bett gefordert, es wurden maximale Beugungen des Gelenks definiert und zum Zweck der konsequenten Entlastung der Prothese bestimmte Bewegungen und Sportarten kategorisch ausgeschlossen. Auf diese umfangreichen „Benimmregeln“ können wir heute eigentlich fast vollständig verzichten, zumal wir Sensibilität und Muskelkraft der operierten Hüfte ja praktisch zur Gänze erhalten.

Bei der schnellen Genesung hilft das vom Medizinproduktehersteller Biomet entwickelte Rapid Recovery Programm. Was muss man sich darunter vorstellen?

Dr. Krieger: Beim Rapid Recovery Programm wird der Patient eigenständiger Partner im Behandlungsprozess. Im Wesentlichen besteht es aus vier Modulen: der Patientenschule, dem Coachprinzip, der Frühmobilisierung und der Schmerztherapie. So wird etwa ein dem Patienten nahestehender Mensch so geschult, dass er die Rehabilitation aktiv begleiten kann. Auch eine Spezialsprechstunde ist unverzichtbarer Bestandteil des Programms. Ganz wichtig ist für die frühe Mobilisation eine hochwirksame Schmerztherapie. Wir operieren in Spinal- oder Allgemeinanästhesie, führen darüber hinaus aber zusätzlich eine lokale Infiltrationsanästhesie durch. So können wir auf die Einnahme von sedierenden Schmerzmitteln verzichten. Behindernde Wunddrainagen benötigen wir nicht mehr, was erheblich zum Komfort unserer Patienten und zur Beweglichkeit beiträgt. Auch die Thromboseprophylaxe erfolgt bei uns nicht durch die von vielen Patienten so gefürchteten Heparinspritzen in die Bauchdecke, sondern über ein einfach oral einzunehmendes Medikament. Unsere Patienten verlassen die Klinik erst, wenn sie die gemeinschaftlich festgelegten interdisziplinären Entlassungskriterien erfüllen. Die positiven Effekte des Rapid Recovery Programms beweisen uns die Ergebnisse unserer eigens erhobenen Daten zur Patientenzufriedenheit (s. Abb. oben).

Kann eigentlich jeder Patient nach diesen Prinzipien behandelt werden?

Dr. Krieger: Ja! Es spricht nichts dagegen, denn mittlerweile können wir mit fast allen zur Verfügung stehenden Endoprothesenmodellen den muskelschonenden Zugang verwenden und auch bei der Nachbehandlung natürlich nach den Prinzipien der „Rapid Recovery“ verfahren. So könnten bis auf wenige Fälle eigentlich alle Patienten davon profitieren, was sich besonders auf das Aktivitätsniveau nach der OP und natürlich die langfristige Zufriedenheit mit der Versorgung auswirken dürfte.

Herr Dr. Krieger, haben Sie herzlichen Dank für das informative Gespräch!

 

Weitere Informationen:

Tel.: 0611 / 334 38 44

krieger@emma-klinik.de

www.rapid-recovery.de

VonRedaktion

Hüfte ist nicht gleich Hüfte

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Minimalinvasiver Gelenkersatz mit dem YALE-Zugang

Der Einsatz eines neuen Hüftgelenks zählt in Deutschland zu den häufigsten Eingriffen überhaupt. Typischerweise erfolgt der Eingriff durch einen seitlichen oder hinteren Zugang. Die Methode ist seit Jahrzehnten bewährt, aber durchaus nicht immer problemlos. Längst sind nicht alle Patienten nach der OP wieder so schnell auf den Beinen, wie dies wünschenswert wäre, und manchmal bleiben gar deutliche Einschränkungen zurück. Mit dem minimal-invasiven YALE-Zugang sollen jetzt Komplikationen vermieden und die Traumatisierung möglichst gering gehalten werden, erläutert im Gespräch mit ORTHOpress Dr. Robert Kipping, der zusammen mit seinen Kollegen Dr. Konrad Scheuerer und Dr. Ulrich Pfleghar die Orthopädische Praxisklinik Gräfelfing führt.

Herr Dr. Kipping, warum ist der herkömmliche Zugang bei der Hüftgelenksimplantation nicht optimal?

Dr. Kipping: Bei der „klassischen“ Hüftgelenksoperation muss die hintere Gesäßmuskulatur teilweise abgelöst beziehungsweise die große Sehnenplatte durchtrennt werden. Das wird oft heruntergespielt, ist aber eine sehr große Verletzung. In diesem Bereich wird rund ein Drittel der gesamten Muskelkraft des Beines übertragen, sodass sich nach der OP ein deutlicher Kraftverlust ergibt. Die Heilung der Sehnenplatte ist dabei langwierig und manchmal nicht frei von schmerzhaften Begleiterscheinungen – so kommt es unter Umständen zu chronischen Schleimbeutelentzündungen am großen Rollhügel, der höchsten Erhebung der Hüfte. Bei einigen Patienten tritt das typische sogenannte Trendelenburg-Hinken auf. Im schlimmsten Fall entsteht ein bleibender Schaden, weil die Sehnenplatte nicht mehr vollständig heilt.

Der an der gleichnamigen Universität entwickelte YALE-Zugang soll diese Nachteile jetzt nicht mehr besitzen. Wie funktioniert das?

Dr. Kipping: Bei der YALE-Technik werden nur zwei kleine Schnitte benötigt. Prothesenschaft und Pfanne werden durch natürliche Muskellogen hindurch eingebracht – so wird praktisch überhaupt kein Muskelgewebe in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch gestattet die Vorgehensweise eine sehr gute Sicht auf das gesamte Operationsfeld. Damit bietet sie einen großen Vorteil gegenüber einer ganzen Reihe anderer Operationstechniken, die entweder nur eine gute Sicht auf die Pfanne oder aber den Hüftkopf gewährleisten. Dabei eignet sich die Methode für praktisch alle am Markt verfügbaren Prothesensysteme, unabhängig davon, ob es sich um Kurzschaft- oder Langschaftimplantate handelt. Durch den minimalinvasiven Zugang sind die Patienten darüber hinaus sehr schnell wieder fit: Schon zwei Tage nach dem Eingriff können sie wieder Treppen steigen. Auch der postoperative Wundschmerz ist natürlich erheblich geringer, was nicht nur Schmerzmittel reduzieren hilft, sondern auch zusätzlich eine schnelle Rehabilitation begünstigt. Eine Rückkehr an den Arbeitsplatz ist bei leichteren Tätigkeiten bereits 14 Tage nach dem Eingriff wieder möglich. Bis zum Abschluss der 4. postoperativen Woche tragen die Patienten ein von mir selbst entwickeltes Hüftmieder („YALE-Bandage“), um Luxationen zu vermeiden und den OP-Erfolg zu optimieren. Die Sportfähigkeit wird üblicherweise nach etwa sechs Monaten wieder erreicht.

Können alle Patienten solcherart operiert werden, oder gibt es Einschränkungen?

Dr. Kipping: Tatsächlich können fast alle Patienten nach der YALE-Methode operiert werden. Der Zugang ist sogar geeignet für übergewichtige Menschen, da er nicht die weiträumige Durchtrennung schlecht heilenden Fettgewebes erfordert. Daneben können auch betagte Patienten normalerweise problemlos versorgt werden, sodass hier keine Kontraindikation gegeben ist – im Gegenteil: der geringere Blutverlust bei der Operation und die schnelle Mobilisierung sind zusätzlich vorteilhaft.

Herr Dr. Kipping, haben Sie herzlichen Dank für das Gespräch!

aus ORTHOpress 3-2014

Weitere Informationen:

Dr. Robert Kipping

Tel.: 089 / 898 20 20 - 0

www.orthopraxis.de

VonRedaktion

Schmerzen im Bereich der Hüfte stoppen

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Mit der Thermo-Koagulation nach Dr. Siedow (TKS)

Eine Schleimbeutelentzündung am großen Rollhügel der Hüfte ist häufig für chronischen Hüftschmerz verantwortlich. Können die Symptome, die bis zu Schmerzen im Ruhezustand reichen können, nicht konservativ gelindert werden, behandelt der Orthopäde Dr. Dr. med. Uwe B. Siedow aus Ottobrunn mit der von ihm entwickelten Thermo-Koagulation. 

Bursitis trochanterica – das ist der medizinische Fachbegriff für eine Erkrankung, die den Betroffenen einen mitunter schweren Leidensweg bereitet. Denn eine Entzündung des Schleimbeutels am großen Rollhügel, dem äußeren Teil am Oberschenkelknochen, verursacht Schmerzen in Bewegung, z. B. besonders stark beim Treppensteigen, aber auch stehend oder sogar im Ruhezustand. „Viele der Patienten, von denen Frauen im mittleren Alter einen Großteil ausmachen, vermeiden es, nachts auf der betroffenen Seite zu liegen, weil das den Schmerz verstärkt. Die gleiche Symptomatik kann auftreten, wenn der Ansatz der Gesäßmuskulatur entzündet ist“, berichtet Dr. Siedow.

Gründe für die Entzündungen und die damit verbundenen Hüftschmerzen gibt es mehrere. Dazu gehören Verletzungen, Arthritis, starke Muskelanspannungen oder Überbeanspruchung des Gelenks. Letzteres tritt häufig auf, wenn eine Beinlängendifferenz oder eine Hüftfehlstellung besteht. Die Diagnose der Hüftbursitis stellt man unter anderem durch Tastuntersuchungen, wie Dr. Siedow erklärt: „Durch Druck auf den Bereich des großen Rollhügels kann man den Schmerz gezielt auslösen. Eine dann folgende Sonografie kann den Verdacht bestätigen, wenn man auf dem Ultraschallbild die typischen entzündungsbedingten Veränderungen am Schleimbeutel sehen kann. Die Sonografie oder in Einzelfällen auch eine MRT-Untersuchung sind hier Mittel der Wahl, da ein Röntgenbild nur dann einen Hinweis gibt, wenn sich bereits Osteophyten, also knöcherne Ausziehungen, gebildet haben.“

Die schmerzleitenden Nerven ausschalten

Das konservative Behandlungsspektrum bietet für den entzündungsbedingten hüftnahen Schmerz einige Möglichkeiten. Dazu gehören beispielsweise schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente sowie physikalische Behandlungen wie Kältepackungen, Ultraschall und Iontophorese. Als nächsten Schritt bei Versagen dieser Methoden kann man versuchen, mit einer Injektion aus Kortison und einem Lokalanästhetikum oder der extrakorporalen Stoßwellentherapie die Beschwerden zu verringern. Belastend ist es für die Betroffenen, wenn all diese Behandlungen keine Linderung bringen. Für solche Fälle hat Dr. Siedow basierend auf der Radiofrequenztherapie die neue Technik der Thermo-Kogulation entwickelt. Dies ist ein minimalinvasives Verfahren zur Ausschaltung der schmerzleitenden Nerven, mit dem bereits über 80 Prozent der damit behandelten Patienten Schmerzfreiheit erlangt haben. Dr. Siedow beschreibt das Verfahren: „Der Eingriff ist kurz – ca. 20 Minuten dauert es – und schonend. Die meisten Patienten werden ambulant und unter Lokalanästhesie behandelt. Mittels Bildwandlerkontrolle werden die speziellen Instrumente, die sehr dünn sind, an den Sehnenansatz geschoben. Dort verödet man die schmerzleitenden Nerven mit einer kurzzeitigen Hitzezufuhr von ca. 80 Grad über die Thermokoagulationsnadel. Dies erfolgt durch die Bildwandlersicht präzise nur an der gewollten Stelle, sodass umliegendes Gewebe nicht beeinträchtigt wird. Bereits eine halbe Stunde nach dem Eingriff können die Patienten nach Hause. Im Laufe der folgenden 24 Stunden oder spätestens in den kommenden zwei Tagen stellt sich dann die Schmerzfreiheit ein, die sich die Patienten meist sehr herbeigesehnt haben.“

aus ORTHOpress 1-2015

Weitere Informationen:

Dr. Dr. med. Uwe B. Siedow

Tel.: 089 / 609 70 64

www.TKS-Siedow.de

VonRedaktion

Schmerzfrei trotz Arthrose

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Wieder einsatzbereit in Nigeria 

Arthrosebedingte Hüftschmerzen plagten den nigerianischen Priester Boniface Amu schon lange. Als sie so schlimm wurden, dass sie die Arbeit an seinem Schulprojekt in Nigeria beeinträchtigten, suchte er während eines Deutschlandbesuchs verschiedene Ärzte auf. Schmerzfreiheit brachte erst die Behandlung durch die MBST-KernspinResonanzTherapie in der orthopädischen Facharztpraxis Schepers in Köln-Weiden.

Boniface Amu arbeitet als Priester in Nigeria ehrenamtlich daran, Kindern aus den ärmsten Familien sowohl eine schulische Ausbildung als auch regelmäßige Ernährung zukommen zu lassen. Das von ihm gegründete Schulprojekt Enyiduru („sanfter Elefant“) startete vor 19 Jahren mit nur einem Kind und zählt mittlerweile 413 Kinder, die in der eigens gegründeten Schule versorgt werden.

Doch ein früherer Bruch im Sprunggelenk aus den 80er-Jahren, der nicht richtig zusammengeheilt war, erschwerte ihm seine Arbeit zunehmend. Als Folge kamen durch die jahrelange Fehlbelastung Beschwerden an der rechten Hüfte hinzu. Dort hatte sich eine Arthrose entwickelt. „Seit ca. 30 Jahren hatte ich jeden Tag Hüftschmerzen. Im November 2013 wurden sie so stark, dass ich nicht mehr weiterwusste. In Nigeria suchte ich einen Arzt auf, der mich röntgte und mir Schmerzmittel gab.“ Seine Beschwerden ließen sich damit aber nicht in den Griff bekommen. „Ich konnte nicht mehr liegen oder sitzen. Radfahren war nicht mehr möglich und zum Autofahren habe ich mir ein dickes Buch unter das Gesäß legen müssen“, berichtet er.

Schmerzfrei durch KernspinResonanzTherapie 

Bei seinem Deutschlandbesuch im letzten Oktober ließ sich Boniface Amu dann nochmals untersuchen. Nach der Diagnose Ischialgie erfolgte eine neue Medikation. Aber auch diese konnte nur bedingt Linderung bringen. Eine Operation wurde dann unerwartet notwendig, als er sich drei Tage vor seiner Heimreise den vorgeschädigten Fuß brach. Dadurch kam zutage, wie stark die Fehlstellung durch die alte Fraktur war.

Paul Schepers erklärt: „Die Kollegen in Kaiserswerth fanden bei der OP starke Verwachsungen vor und äußerten, dass der Fuß möglicherweise viel später nicht mehr hätte gerettet werden können. Die erneute Fraktur war dann sozusagen ,Glück im Unglück‘. Das Sprunggelenk wurde versteift, und mit einem speziellen orthopädischen Schuh konnte er den Fuß nach der OP an Gehstützen wieder belasten. Aber seine Hüftschmerzen waren weiterhin vorhanden. Leider verheilte der Knochen nach der Versteifungs-OP nicht so schnell wie gehofft, und Boniface Amu kam damit und mit den immer noch bestehenden Hüftschmerzen in meine Praxis. Wir behandelten dann beide Problemzonen mit der MBST-KernspinResonanzTherapie. Diese Therapie wirkt ursächlich, indem die Signalgebung der Körperzellen durch ein elektromagnetisches Feld positiv beeinflusst wird, was die eigenen Selbstheilungskräfte des Knorpels bzw. Knochens aktiviert. Der Patient liegt oder sitzt bequem, und der betroffene Körperteil wird in einer speziellen Spule platziert. Diese erzeugt entsprechend der Erkrankung die Kernspinfelder in einer bestimmten Frequenz. Im Falle von Boniface Amu verwendeten wir zwei Geräte gleichzeitig. Für die Hüfte eine große und für den Fuß eine kleinere Spule mit jeweils anderen Programmierungen. Insgesamt neun Sitzungen führten wir im letzten Jahr erfolgreich durch und nun ist er nochmals zur Auffrischung bei uns.“

Bereits nach der dritten Sitzung verspürte Boniface Amu damals eine Verbesserung. Seit dem Abschluss der Therapie nimmt er keine Schmerzmedikamente mehr und konnte mit vollem Elan zurückkehren. „Seit so langer Zeit war ich nicht mehr ohne Schmerzen, dass ich ganz vergessen hatte, wie es sich anfühlt“, sagt er. Nun kann er schmerzfrei in Nigeria seiner Bestimmung folgen und auch in Zukunft Kindern eine Perspektive geben.

Weitere Informationen zum Enyiduru-Projekt Nigeria e. V. finden Sie unter www.enyiduru.de

aus ORTHOpress 3-2015

Weitere Informationen:

Arthrose- und Osteoporose-Zentrum

Paul Schepers
Facharztpraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie

Goethestr. 43

50858 Köln

Tel.: 02234 / 200 27 60
www.praxis-schepers.de

VonRedaktion

Ausgabe 4/2017

In dieser Ausgabe ORTHOpress behandeln wir unter Anderem folgende Themen:

– Serie: Alterspezifischer Schmerz
– Schulter: Kalk und Frost
– Unklarer Hüftschmerz
– Knietraumata
– Ischias oder Bandscheibe?
– Was ist Ergotherapie?
– Fußheberparese
– Herzinsuffizienz
– Was verät der Blick ins Auge?
– Narben und Narbenpflege
– Kinderrücken

– und viele weitere spannende Themen

 

 

Leseprobe aus der aktuellen Ausgabe:

KNIEGELENKSTRAUMA

Ein Schaden mit Folgen

Eine Kniegelenksverletzung ist eine ernstzunehmende Verletzung, die oft eine langwierige Rekonvaleszenzzeit nach sich zieht und unter Umständen zu Verschleiß- und Folgeerscheinungen führen kann. Diese machen sich oft erst Jahre später bemerkbar.
Deshalb ist es ratsam, sich mit einem Knietrauma in die Hände eines Kniespezialisten zu begeben. Nur ein erfahrener Arzt kann abschätzen, welche die individuell richtige Behandlung ist und welche Option – konservativ oder operativ – am Ende langfristig das bessere Ergebnis liefert.

Kreuzbandriss
Eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes zählt zu den häufigsten Knieverletzungen überhaupt. Die meisten Kreuzbandrisse ereignen sich beim Sport, vor allem bei Sportarten, bei denen die Füße fixiert sind, z. B. beim Ski- oder Snowboardfahren sowie beim Fußballspielen in Stollenschuhen. Verdreht sich das Bein, wird das Kreuzband überdehnt und kann an- oder komplett durchreißen. Das vordere Kreuzband spielt, gemeinsam mit dem hinteren Kreuzband sowie dem Innen- und dem Außenband, eine entscheidende Rolle für die Stabilität des Kniegelenks. Das vordere  Kreuzband reißt wesentlich häufiger als das hintere. Häufig tritt ein Kreuzbandriss nicht isoliert, sondern in Kombination mit anderen Verletzungen der Kniestrukturen auf. Sind gleichzeitig der Innenmeniskus, das Innenband (inneres Seitenband) und das vordere Kreuzband gerissen, spricht man auch von der „unhappy triad“ (unglücklichen Drei). Bei Kindern kann – häufiger als bei Erwachsenen – das Kreuzband auch knöchern ausreißen, was bedeutet, dass ein Stück Knochen an der Stelle ausreißt, an der das Kreuzband entspringt. 

Der vollständige Artikel, sowie zahlreiche weitere Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe, die ab jetzt auch in Ihrer Nähe ausliegt.
Das gesamte ORTHOpress-Team wünscht Ihnen viel Freude beim Lesen.

 

VonRedaktion

Das Zentrum für den Bewegungsapparat Krankenhaus St. Josef Wuppertal

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Optimale Versorgung von Schulter, Hüfte und Knie

Vor gut einem Jahr wurde das Krankenhaus St. Josef in Wuppertal als eines der ersten Häuser in Nordrhein-Westfalen als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert. Orthopress sprach mit dem Chefarzt und Leiter des Endoprothetikzentrums Wuppertal, Dr. Wolfgang Cordier, über die Bedeutung der Zertifizierung und die Möglichkeiten der modernen Gelenkchirurgie. 

Herr Dr. Cordier, „Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung“ klingt ja zunächst einmal nach einer Vielzahl von Eingriffen. Dabei hört man in letzter Zeit ja oft, dass auch bei uns zu viel operiert werde. Wie passt das zusammen?

Dr. Cordier: Wenn man in einem bestimmten Bereich qualitativ eine überdurchschnittliche Leistung bieten möchte, dann muss man diese auch entsprechend routiniert erbringen. Nur so kann man den notwendigen Erfahrungsschatz als operatives überregionales Zentrum aufbauen, der etwa die Führung des entsprechenden Nachweises im Rahmen des Zertifizierungsprozesses erlaubt. Wir versorgen hier in Wuppertal jährlich etwa 1.000 Patienten mit Hüft-, Knie- und Schultergelenksendoprothesen. Diese große Routine in allen Abläufen kommt der Qualität der endoprothetischen Eingriffe und damit der Sicherheit unserer Patienten messbar zugute. Darüber hinaus ist es tatsächlich so, dass in den letzten zwei Jahren in Deutschland die Anzahl der implantierten Hüft- und Knieendoprothesen rückläufig ist. Wir legen besonderen Wert darauf, alle gelenkerhaltenden Maßnahmen auszuschöpfen, denn Gelenkerhalt geht vor Gelenkersatz.

Worin bestehen diese, und wie kann man erkennen, ob eine Prothese benötigt wird oder nicht?

Dr. Cordier: Ob eine endoprothetische Versorgung notwendig ist oder nicht, hängt vom Grad des Verschleißes ab. Häufig sind nur bestimmte Bereiche des Gelenkknorpels abgenutzt, besonders bei Patienten mit Kniearthrose durch ausgeprägte Fehlstellungen, also X- oder O-Beine. In vielen Fällen können wir dann mit einer Begradigung der Beinachse dafür sorgen, dass die bislang stark belasteten Bereiche des Gelenks entlastet werden und die Arthrose weniger schnell fortschreitet. Durch eine solche Umstellungsosteotomie kann der Einsatz einer Knieprothese hinausgezögert und manchmal sogar gänzlich vermieden werden. Einen ganz ähnlichen Eingriff führen wir als eines der wenigen hochspezialisierten Gelenkzentren in Europa auch an der Hüfte durch. Bei der 3-fach-Beckenosteotomie wird das Hüftpfannendach operativ so umgestellt, dass eine mangelhafte Überdachung des Hüftkopfes korrigiert wird. Eine solche unerkannte oder unbehandelte Hüftdysplasie gilt heute als eine der Hauptursachen für eine Hüftarthrose und den späteren Einsatz einer Hüftprothese. Mit diesem Eingriff können wir viele Hüftprothesen langfristig verhindern. Natürlich beherrschen wir neben diesen die Fehlstellungen korrigierenden Eingriffen auch alle minimal-invasiven Techniken wie den vorderen minimalinvasiven Hüftzugang zur Behebung eines Hüftimpingements sowie verschiedene weitere muskelschonende OP-Techniken zum Protheseneinbau.

Röntgenbild nach beidseitiger dreifacher Beckenosteotomie bei Hüftdysplasie mit jetzt vollständiger Überdachung der Hüftköpfe (s. a.: www.dr-cordier.de).

Wenn doch einmal eine Prothese eingesetzt werden muss, welche würden Sie Ihren Patienten empfehlen?

Dr. Cordier: Die „beste“ Prothese gibt es nicht, da immer auf die individuelle Situation des Patienten abgestellt werden muss. Dies umfasst dabei nicht nur das Ausmaß der Erkrankung und seinen Allgemeinzustand und sein Alter, sondern auch die persönlichen Ansprüche an die Mobilität: Nicht jeder Prothesenempfänger muss unter allen Umständen wieder Leistungssport mit vollem Bewegungsumfang treiben können, wünscht sich aber vielleicht eine hohe Stabilität des Gelenkersatzes. Die Qualität der Versorgung hängt daher letztlich nicht von einem bestimmten Prothesenmodell ab, sondern von der Erfahrung und dem Können des orthopädischen Chirurgen sowie den technischen Möglichkeiten, die zur Durchführung des Eingriffs gegeben sind. Hier verfügen wir als überregionaler Schwerpunktversorger über modernste Implantate und Instrumente, die eine optimale Positionierung der Prothesenkomponenten bei kleinstmöglicher Muskeltraumatisierung an Hüfte und Knie erlauben.

Herr Dr. Cordier, haben Sie vielen

Dank für das Gespräch!

Auch Dr. Theodor Patsalis ist Chefarzt am Zentrum für den Bewegungsapparat St. Josef in Wuppertal. Der Leiter der Klinik für Orthopädische Rheumatologie und Handchirurgie ist ausgewiesener Spezialist für Schulter- und Ellenbogenchirurgie; seine Abteilung wurde als Ausbildungszentrum für diesen Bereich ausgezeichnet. Er erläutert, warum ein funktionierendes Schultergelenk so wichtig ist und was die moderne Medizin für seinen Erhalt tun kann.

Herr Dr. Patsalis, warum nimmt das Schultergelenk innerhalb des Bewegungsapparates eine so wichtige Stellung ein?

Dr. Patsalis: Kein anderes Gelenk hat einen solchen Bewegungsumfang wie die Schulter. Wir können unsere Arme in einem Radius von nahezu 180° bewegen – ein Bewegungsumfang, den wir auch tatsächlich nutzen. Ohne ihn könnten wir uns nicht einmal die Haare kämmen. Dieses Bewegungswunder ist dabei das Ergebnis einer genialen Anatomie: Eine relativ große Kugel, der Oberarmkopf, balanciert auf einer flachen, leicht konkaven Oberfläche, der Pfanne. Im Prinzip nicht unähnlich dem Hüftgelenk, allerdings mit einem großen Unterschied: Während der Hüftkopf fest von der Pfanne umschlossen wird, bezieht das Schultergelenk seine Stabilität aus einem komplizierten Weichteilmantel. Dieser ist aber leider nicht nur für die Funktion, sondern gleichzeitig auch für zahlreiche Probleme verantwortlich. Ist dieser Weichteilmantel nämlich verletzt, so muss er schnellstens repariert werden, um Folgeschäden am Gelenk – insbesondere eine Gelenkarthrose – zu vermeiden.

Welche Schäden sind es, die am häufigsten auftreten?

Dr. Patsalis: Das Schultergelenk kugelt beispielsweise am häufigsten infolge einer Verletzung aus. Dabei wird häufig die Gelenklippe beschädigt – sie muss schnell versorgt werden, um eine Instabilität zu vermeiden. Die meisten Schulterprobleme entstehen durch einen altersbedingten Verschleiß und Rissbildung in der großen Sehnenplatte (Rotatorenmanschette) oder auch Kalkablagerungen. Leitsymptom eines Rotatorenmanschettenschadens ist das sogenannte Impingementsyndrom, das heißt eine schmerzhafte Enge unter dem Schulterdach, hervorgerufen entweder durch Kalkeinlagerung, eine Schleimbeutelentzündung oder auch knöcherne Anbauten. Wichtig ist, solche Schmerzen buchstäblich nicht „auf die leichte Schulter“ zu nehmen, denn auch kleine Sehnenrisse können sich schnell massiv vergrößern und zu erheblichem Funktionsverlust führen. Glücklicherweise sind wir heute in der Lage, anhand der modernen Bildgebung sicher entscheiden zu können, ob eine konservative Behandlung noch Erfolg verspricht, oder ob ein operativer Eingriff angezeigt ist. Mittels arthroskopischer Techniken können wir dabei heute eine Vielzahl von Erkrankungen optimal versorgen und die Funktion der Schulter erhalten sowie eine Arthrose nach Möglichkeit verhindern.

Schulterprothese der letzten Generation: Das künstliche Gelenk wird mit minimaler Knochenresektion in die Kopfkalotte implantiert. Damit gelingt die akkurate Wiederherstellung der Anatomie, was für eine optimale Funktion sorgt.

Wenn der Gelenkknorpel aber dennoch versagt – wie sieht die Behandlung aus?

Dr. Patsalis: Auch das Schultergelenk kann durch eine Prothese ersetzt werden – auch wenn dies durch die insgesamt geringeren Fallzahlen nicht so bekannt ist. Tatsächlich führen wir sehr viele Eingriffe dieser Art durch und verfügen daher mit über die größte Erfahrung in Deutschland. Höchstes Gebot in der Schulterendoprothetik ist die akkurate Wiederherstellung der Anatomie. Aufgrund der oft erheblichen Defekte ist deshalb eine detaillierte Planung erforderlich. Wir verwenden daher individuelle, nach CT erstellte Schablonen für die Schnittführung, mit denen das Kunstgelenk absolut präzise implantiert werden kann. Auch bei sehr starken Schäden des umgebenden Weichteilmantels und des Gelenks können wir übrigens heute mit den inversen Prothesen eine zufriedenstellende Schulterfunktion erreichen: Dabei werden Kugel und Pfanne quasi vertauscht, sodass allein der Deltamuskel zum Anheben des Arms ausreichend ist – ein großer Zugewinn für die Patienten, die noch vor wenigen Jahren den weitgehenden Funktionsverlust des Armes hätten in Kauf nehmen müssen.

Herr Dr. Patsalis, herzlichen Dank für die Ausführungen!

 

Weitere Informationen:

Klinik für Orthopädie und
spezielle orthopädische Chirurgie
Tel.: 0202 / 485 - 25 01
Ort.kh-josef@cellitinnen.de
Klinik für Orthopädische Rheumatologie
Tel.: 0202 / 485 - 21 01
Orh.kh-josef@cellitinnen.de

VonRedaktion

Hüftprothese schonend mit AMIS-Technik

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Die Motoren der Hüfte erhalten

Der Einsatz eines künstlichen Gelenks befreit Arthrosepatienten von zwei wesentlichen Einschränkungen: Schmerzen und limitierter Beweglichkeit. Durch einen speziellen Zugangsweg zum Hüftgelenk von vorn profitieren sie noch früher von einer vollen Mobilität. Im Endoprothetikzentrum der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Physikalische Medizin und Rehabilitation am Klinikum der Universität München (LMU), Campus Großhadern (Direktor: Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Volkmar Jansson), wird dies unter anderem von PD Dr. Patrick Weber und Dr. Arnd Steinbrück erfolgreich durchgeführt.

Die Abkürzung AMIS steht für „Anterior Minimal Invasiv Surgery“ und bezeichnet damit eine minimalinvasive Operationstechnik von der vorderen Körperseite aus. Zwar ist dabei auch der Hautschnitt und somit die spätere Narbe kürzer als bei anderen Zugangswegen zum Hüftgelenk, doch viel wichtiger ist die Muskelschonung im Innern. „Hierbei handelt es sich um den einzigen Zugang an der Hüfte, der nicht nur die Muskeln schont, sondern auch – im Gegensatz zu anderen Zugängen – zwischen den Nervenbahnen verläuft“, erklärt Dr. Weber. Genutzt werden dafür natürliche Muskellogen, die an dieser Stelle bestehen. So können Muskeln und Nerven vergleichbar mit einem Vorhang auseinandergehalten werden, um nach der Implantation wieder funktionsfähig zurückzugleiten. Bekannt ist diese Möglichkeit schon lange, aber erst ein speziell entwickeltes Equipment hat die Anwendung bei künstlichem Gelenkersatz an der Hüfte ermöglicht, wie Dr. Steinbrück berichtet: „Für das AMIS-Verfahren ist der spezielle OP-Tisch essenziell, da wir damit eine ganz bestimmte Beinhaltung erreichen, die uns den Zugang zum Oberschenkelknochen erlaubt.“

Schnelle Rehabilitation, verbesserte Voraussetzungen für spätere Revision

„Besonders die Gesäßmuskulatur ist wichtig für alle Hüftbewegungen. Muss dieser Muskel für die Implantation durchtrennt werden, dauert es viel länger, bis die Patienten wieder voll einsatzfähig sind“, berichtet Dr. Steinbrück. Nach der AMIS-Methode kann der Patient in der Regel bereits am ersten Tag nach der Operation aufstehen und gehen. Dr. Weber: „Dabei haben die Patienten ein deutlich besseres Gefühl für ihr neues Gelenk aufgrund der guten Kapsel- und Muskelspannung. Die Rehabilitationszeit ist kürzer als nach Traumatisierung der Muskulatur.“

Ein weiterer Vorteil durch den Zugang besteht in längerfristiger Hinsicht, bei einer möglichen Revision: „Wenn die Endoprothese später einmal aufgrund ihrer endlichen Lebensdauer ausgewechselt werden muss, steht weniger Knochen zum Verankern der Prothese zur Verfügung. Dafür findet man jedoch meist eine Lösung. Eine stark vorgeschädigte Muskulatur hingegen ist schwieriger zu bewältigen. Wurde die Muskulatur beim Ersteingriff aber völlig in Ruhe gelassen, sind die Ergebnisse der Revision mit einer kräftigeren Muskulatur viel besser. Denn diese spielt eine wesentliche Rolle für die Gelenkstabilität“, so Dr. Steinbrück. Weitere Pluspunkte sind ein geringeres Risiko für eine Luxation des Gelenks und für die Ausbildung der sogenannten heterotopen Ossifikation als Folgeerkrankung.

Die Einsatzmöglichkeiten dieses Verfahrens sind dabei nur wenig beschränkt, bei normalen anatomischen Verhältnissen ist es gut anwendbar. Auch Patienten mit Oberschenkelhalsbrüchen oder Übergewichtige können so operiert werden. Ältere Betroffene profitieren ebenso davon wie solche mit Begleiterkrankungen, da für diese Patientengruppen oft eine längere Zeit der Immobilität belastend ist. „Allein wenn eine stark veränderte Anatomie vorliegt, wie z. B. bei einer Fehlstellung oder wenn bereits in der Vergangenheit eine Osteotomie, also eine Knochenumstellung, durchgeführt wurde, ist der AMIS-Zugang nicht geeignet. Ansonsten sind unsere Erfahrungen sehr gut damit, auch hinsichtlich der Prothesenwahl gibt es kaum Einschränkungen“, so Dr. Weber.

aus ORTHOpress 3-2016

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen:

PD Dr. Patrick Weber,
Dr. Arnd Steinbrück
Klinik und Poliklinik für Orthopädie,
Physikalische Medizin und Rehabilitation am Klinikum der Universität München (LMU), Campus Großhadern (Direktor: Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Volkmar Jansson)
Marchioninistraße 15 81377 München
Tel.: 089 / 44 00 - 737 90
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