Jahresarchiv 2017

VonKlaus Bingler

Diabetes und Depression – eine verhängnisvolle Doppelbelastung

Diabetiker leiden doppelt so oft an Depressionen wie Menschen mit gesundem Stoffwechsel. Von den etwa 6,5 Millionen Diabetes-Patienten in Deutschland betrifft dies schätzungsweise 800 000 Frauen und Männer. Der Grund könnte in den starken Belastungen liegen, welche die  verschiedenen mit der Zuckerkrankheit verbundenen Herausforderungen liegen. So kann es für manchen als lästig und bedrückend empfunden werden, regelmäßig seine Blutzuckerwerte zu messen und Insulin zu spritzen, andere haben Furcht vor Unterzuckerungen oder sehen möglichen Diabetes-Spätfolgen mit Bangen entgegen.

 

Aber auch umgekehrt besteht ein Zusammenhang. Immerhin belegen Studien, dass depressive Menschen öfter an Typ-2-Diabetes leiden als Personen, die nicht psychisch erkrankt sind. Als Ursache wird vermutet, dass psychisch Belastete in geringerem Maße auf ihren körperlichen Zustand achten. Es fehle z. B. der Antrieb, Sport zu treiben oder sich gesund zu ernähren – eine wichtige Voraussetzung für den Schutz vor Diabetes. Ein weiterer Grund sei, dass bei vielen Depressiven die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Nebenrinden-Achse aktiviert wird. Dies führt zur Ausschüttung des Stresshormon Cortisol und damit zu einer Erhöhung es Blutzuckerspiegels. Außerdem wird die Entstehung entzündlicher Prozesse an den großen und kleinen Blutgefäßen begünstigt, was wiederum zahlreiche Folgeerkrankungen wie z. B. Herzinfarkt oder Schlaganfall begünstigen kann.

 

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) weist auf eine aktuelle Studie hin, derzufolge die Suizidgefahr bei Diabetes im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung um 50 Prozent steigt. So nähmen sich statistisch gesehen in Deutschland täglich mehr als zwei Personen mit Depression und Diabetes das Leben  – jährlich über 800 Menschen. Insgesamt seien depressive Diabetespatienten kränker und stürben früher. Dennoch werde die Hälfte aller Depressionen bei Diabetes nicht erkannt.

 

Die DGD fordert eine kompetente Betreuung für betroffene Personen. Sie führt eine Liste aller „Fachpsychologen Diabetes DDG“, die eine spezielle diabetologische Weiterbildung erhalten haben. Diese kann unter http://diabetes-psychologie.de eingesehen werden.

 

VonRedaktion

Neues Arthroskopieregister „DART“

Um den Nutzen, die Risiken und die Langzeitergebnisse arthroskopischer Operationen besser und nachhaltiger einordnen zu können, wurde jetzt das Projekt „Deutschsprachiges Arthroskopieregister (DART)“  ins Leben gerufen. Das berichtet der idw – Informationsdienst Wissenschaft.

Rund 400.000 arthroskopische Operationen werden pro Jahr in Deutschland durchgeführt. Mit einer solchen Gelenkspiegelung können Gelenke minimalinvasiv operiert werden, z. B. an Kreuzband, Meniskus oder Knorpel.  Doch trotz der relativ hohen Eingriffszahlen fehlen bislang große klinische Studien, welche die Ergebnisse der Operationen im Versorgungsalltag analysieren. Aus diesem Grund starten die Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA), der Berufsverband für Arthroskopie (BVASK) und die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) das  weltweit einzigartige Projekt „Deutschsprachiges Arthroskopieregister (DART)“. Um das Vorhaben zu realisieren, wurde die gemeinnützige Gesellschaft DART gGmbH gegründet, die mit der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie kooperiert. Als Partner für die technische Umsetzung konnte das Studienzentrum der Universität Freiburg gewonnen werden.

Ärzte und Patienten bewerten bei dem Projekt gemeinsam über einen Zeitraum von vor der OP bis zu zehn Jahren nach dem Eingriff unter anderem die Zufriedenheit, Komplikationen, Arbeitsausfall und die Schmerzen. So soll der tatsächliche Nutzen arthroskopischer Techniken bewertet werden.

VonRedaktion

Rehaklinik – Freie Wahl oder Zuweisung?

Wer sich nach einer Krankheit oder Operation in eine Reha begibt, der muss nicht unbedingt die vom Versicherungsträger vorgesehene Klinik akzeptieren: Im Gesetz ist genau festgelegt, inwiefern dem individuellen Wunsch des Patienten nach einer bestimmten Klinik Rechnung getragen werden muss. weiterlesen

VonRedaktion

Schleimbeutelentzündung der Hüfte

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Therapie: Thermo-Koagulation nach Dr. Siedow

Durch Entzündungen der Schleimbeutel oder Muskulatur des großen Rollhügels kann es zu (chronischen) einseitigen Hüftschmerzen kommen. Der Orthopäde Dr. Dr. med. Uwe B. Siedow aus Ottobrunn nutzt in Fällen, in denen konservative Behandlungen keine zufriedenstellenden Ergebnisse mehr bringen, die eigens von ihm entwickelte Thermo-Koagulation. weiterlesen

VonRedaktion

Schonend und ästhetisch mit Bikinischnitt 

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Minimalinvasiver Gelenkersatz an der Hüfte

Der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks gehört zu den am häufigsten durchgeführten Operationen in Deutschland. Er gibt vielen von Arthroseschmerzen Geplagten ein Stück Lebensqualität wieder. Ein wichtiger Schritt dahin ist es aber auch, nach der Operation möglichst schnell wieder „auf die Beine“ zu kommen. Denn je länger Immobilität besteht, desto schwächer wird die Muskulatur. Dr. Manfred Krieger von der Chirurgie/Orthopädie Rhein-Main in Wiesbaden operiert daher in so vielen Fällen wie möglich minimalinvasiv, mit kleineren Schnitten und wenig bis keiner Muskeltraumatisierung. Zu diesen Zugängen gehört auch der schonende „Bikinischnitt“, worüber er im Gespräch mit ORTHOpress berichtet. weiterlesen

VonRedaktion

Rapid Recovery

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Bestmögliche Ergebnisse nach wenig traumatisierender Operation 

Vorbei die Zeiten, in denen man nach einer Hüftgelenks-OP erst langsam wieder laufen lernen musste. Heute stehen die Patienten bereits kurz nach dem Eingriff auf und können häufig noch am selben Tag voll belasten, denn Schmerzen haben sie auch ohne starke Medikamente praktisch nicht. Verantwortlich dafür ist eine ausgeklügelte Kombination aus muskelschonender OP und den Prinzipien des Rapid Recovery Programms, wie Dr. Manfred Krieger von der Chirurgie Rhein-Main in Wiesbaden erläutert. weiterlesen

VonRedaktion

Hüfte ist nicht gleich Hüfte

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Minimalinvasiver Gelenkersatz mit dem YALE-Zugang

Der Einsatz eines neuen Hüftgelenks zählt in Deutschland zu den häufigsten Eingriffen überhaupt. Typischerweise erfolgt der Eingriff durch einen seitlichen oder hinteren Zugang. Die Methode ist seit Jahrzehnten bewährt, aber durchaus nicht immer problemlos. Längst sind nicht alle Patienten nach der OP wieder so schnell auf den Beinen, wie dies wünschenswert wäre, und manchmal bleiben gar deutliche Einschränkungen zurück. Mit dem minimal-invasiven YALE-Zugang sollen jetzt Komplikationen vermieden und die Traumatisierung möglichst gering gehalten werden, erläutert im Gespräch mit ORTHOpress Dr. Robert Kipping, der zusammen mit seinen Kollegen Dr. Konrad Scheuerer und Dr. Ulrich Pfleghar die Orthopädische Praxisklinik Gräfelfing führt. weiterlesen

VonRedaktion

Schmerzen im Bereich der Hüfte stoppen

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Mit der Thermo-Koagulation nach Dr. Siedow (TKS)

Eine Schleimbeutelentzündung am großen Rollhügel der Hüfte ist häufig für chronischen Hüftschmerz verantwortlich. Können die Symptome, die bis zu Schmerzen im Ruhezustand reichen können, nicht konservativ gelindert werden, behandelt der Orthopäde Dr. Dr. med. Uwe B. Siedow aus Ottobrunn mit der von ihm entwickelten Thermo-Koagulation.  weiterlesen

VonRedaktion

Schmerzfrei trotz Arthrose

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Wieder einsatzbereit in Nigeria 

Arthrosebedingte Hüftschmerzen plagten den nigerianischen Priester Boniface Amu schon lange. Als sie so schlimm wurden, dass sie die Arbeit an seinem Schulprojekt in Nigeria beeinträchtigten, suchte er während eines Deutschlandbesuchs verschiedene Ärzte auf. Schmerzfreiheit brachte erst die Behandlung durch die MBST-KernspinResonanzTherapie in der orthopädischen Facharztpraxis Schepers in Köln-Weiden.

Boniface Amu arbeitet als Priester in Nigeria ehrenamtlich daran, Kindern aus den ärmsten Familien sowohl eine schulische Ausbildung als auch regelmäßige Ernährung zukommen zu lassen. Das von ihm gegründete Schulprojekt Enyiduru („sanfter Elefant“) startete vor 19 Jahren mit nur einem Kind und zählt mittlerweile 413 Kinder, die in der eigens gegründeten Schule versorgt werden.

Doch ein früherer Bruch im Sprunggelenk aus den 80er-Jahren, der nicht richtig zusammengeheilt war, erschwerte ihm seine Arbeit zunehmend. Als Folge kamen durch die jahrelange Fehlbelastung Beschwerden an der rechten Hüfte hinzu. Dort hatte sich eine Arthrose entwickelt. „Seit ca. 30 Jahren hatte ich jeden Tag Hüftschmerzen. Im November 2013 wurden sie so stark, dass ich nicht mehr weiterwusste. In Nigeria suchte ich einen Arzt auf, der mich röntgte und mir Schmerzmittel gab.“ Seine Beschwerden ließen sich damit aber nicht in den Griff bekommen. „Ich konnte nicht mehr liegen oder sitzen. Radfahren war nicht mehr möglich und zum Autofahren habe ich mir ein dickes Buch unter das Gesäß legen müssen“, berichtet er.

Schmerzfrei durch KernspinResonanzTherapie 

Bei seinem Deutschlandbesuch im letzten Oktober ließ sich Boniface Amu dann nochmals untersuchen. Nach der Diagnose Ischialgie erfolgte eine neue Medikation. Aber auch diese konnte nur bedingt Linderung bringen. Eine Operation wurde dann unerwartet notwendig, als er sich drei Tage vor seiner Heimreise den vorgeschädigten Fuß brach. Dadurch kam zutage, wie stark die Fehlstellung durch die alte Fraktur war.

Paul Schepers erklärt: „Die Kollegen in Kaiserswerth fanden bei der OP starke Verwachsungen vor und äußerten, dass der Fuß möglicherweise viel später nicht mehr hätte gerettet werden können. Die erneute Fraktur war dann sozusagen ,Glück im Unglück‘. Das Sprunggelenk wurde versteift, und mit einem speziellen orthopädischen Schuh konnte er den Fuß nach der OP an Gehstützen wieder belasten. Aber seine Hüftschmerzen waren weiterhin vorhanden. Leider verheilte der Knochen nach der Versteifungs-OP nicht so schnell wie gehofft, und Boniface Amu kam damit und mit den immer noch bestehenden Hüftschmerzen in meine Praxis. Wir behandelten dann beide Problemzonen mit der MBST-KernspinResonanzTherapie. Diese Therapie wirkt ursächlich, indem die Signalgebung der Körperzellen durch ein elektromagnetisches Feld positiv beeinflusst wird, was die eigenen Selbstheilungskräfte des Knorpels bzw. Knochens aktiviert. Der Patient liegt oder sitzt bequem, und der betroffene Körperteil wird in einer speziellen Spule platziert. Diese erzeugt entsprechend der Erkrankung die Kernspinfelder in einer bestimmten Frequenz. Im Falle von Boniface Amu verwendeten wir zwei Geräte gleichzeitig. Für die Hüfte eine große und für den Fuß eine kleinere Spule mit jeweils anderen Programmierungen. Insgesamt neun Sitzungen führten wir im letzten Jahr erfolgreich durch und nun ist er nochmals zur Auffrischung bei uns.“

Bereits nach der dritten Sitzung verspürte Boniface Amu damals eine Verbesserung. Seit dem Abschluss der Therapie nimmt er keine Schmerzmedikamente mehr und konnte mit vollem Elan zurückkehren. „Seit so langer Zeit war ich nicht mehr ohne Schmerzen, dass ich ganz vergessen hatte, wie es sich anfühlt“, sagt er. Nun kann er schmerzfrei in Nigeria seiner Bestimmung folgen und auch in Zukunft Kindern eine Perspektive geben.

Weitere Informationen zum Enyiduru-Projekt Nigeria e. V. finden Sie unter www.enyiduru.de

aus ORTHOpress 3-2015

Weitere Informationen:

Arthrose- und Osteoporose-Zentrum

Paul Schepers
Facharztpraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie

Goethestr. 43

50858 Köln

Tel.: 02234 / 200 27 60
www.praxis-schepers.de